Wissenschaftsbild der Woche Sprinter der Unterwelt: Was verraten diese uralten Gepard-Mumien?
Forschende blicken in Welten, die anderen verborgen bleiben. Jede Woche zeigen wir eine ihrer schönsten Aufnahmen und erzählen die Geschichte dazu. Heute: getrocknete Großkatzen
Wer wird hier vermessen?
Ein mumifizierter Gepard. Entdeckt haben ihn Biologe Ahmed Boug und sein Team. In einem Höhlennetz im Norden Saudi-Arabiens fanden sie insgesamt sieben vom Wüstenklima konservierte Kadaver sowie weitere 54 Gepard-Skelette. Die Großkatzen starben im Laufe mehrerer Jahrtausende, wie Proben von sieben Individuen beweisen. Die untersuchten Überreste waren zwischen 130 und 4000 Jahre alt. Womöglich hatten die Tiere in den Höhlen Schutz gesucht oder waren hineingestürzt.
Geparde waren in Afrika und Asien einst weit verbreitet, heute ist ihr Reich auf ein Zehntel seiner einstigen Größe geschrumpft. In den 1970er-Jahren verschwanden die Großkatzen auch von der arabischen Halbinsel. Nun gibt es Überlegungen, Asiatische Geparde dort erneut anzusiedeln. Die Mumienfunde liefern den Beweis dafür, dass die vom Aussterben bedrohte Unterart schon einmal in dem Gebiet lebte.
KW 03
Geparde waren in Afrika und Asien einst weit verbreitet, heute ist ihr Reich auf ein Zehntel seiner einstigen Größe geschrumpft. In den 1970er-Jahren verschwanden die Großkatzen auch von der arabischen Halbinsel. Nun gibt es Überlegungen, Asiatische Geparde dort erneut anzusiedeln. Die Mumienfunde liefern den Beweis dafür, dass die vom Aussterben bedrohte Unterart schon einmal in dem Gebiet lebte.
KW 03
© Ahmed Boug et al./Communications Earth & Environment