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Bücher: "Onkel Montagues Schauergeschichten" von Chris Priestley

Nicht die feine englische Art: Mit seinem Roman "Onkel Montagues Schauergeschichten" will euch Autor Chris Priestley das Fürchten lehren
Mit Leseprobe


Ein einsames Haus voller lebendiger Schatten: "Sie hasteten über die Wände, versteckten sich unter Möbeln oder huschten zur Decke hinauf, wo sie sich in die Ecken kauerten". Mitten unter den Schatten lebt Onkel Montague. Er unterhält seinen Neffen Edgar stundenlang mit Schauergeschichten, von denen er schwört, dass jedes einzelne Wort wahr sei - nur über sein eigenes Leben spricht er nicht gern...


Wie gewohnt verbringt Edgar die Ferien vom Internat bei seinen Eltern. Doch die wissen mit Kindern nicht viel anzufangen: Der Vater hat die Eigenschaft seine Sätze in Edgars Gegenwart unvermittelt abzubrechen und der Mutter entfährt jedes Mal ein kleiner Schrei, wenn der Junge sich bewegt.

Zum Glück wohnt auf der anderen Seite des Waldes Onkel Montague! Allein dort hinzugelangen ist beschwerlich: Der Weg durch den Wald windet sich "wie eine Schlange, die sich im Unterholz versteckt".

Und auch Onkel Montagues Haus mit seinem langen düsteren Flur und den tanzenden Schatten an den Wänden ist etwas unheimlich. Doch einmal im Arbeitszimmer – "dem schlagenden Herz des Hauses" – angekommen, steht ein großer Sessel am prasselnden Kaminfeuer für Edgar bereit. Darin zurückgelehnt lauscht der Junge mit angehaltenem Atem den Schauergeschichten seines Onkels...


Wesen aus der Schattenwelt

Wild geht es darin zu! Hexen, Dämonen, Geister und verwunschene Bäume treiben ihr Unwesen mit den Menschen. Präziser: unartigen Kindern, ungefähr in Edgars Alter. Doch davon lässt sich der Junge wenig beeindrucken – schließlich sind es ja nur Geschichten!


Cover des Romans "Onkel Montagues Schauergeschichten" von Chris Priestley (Foto von: Bloomsbury Verlag)
© Bloomsbury Verlag
Cover des Romans "Onkel Montagues Schauergeschichten" von Chris Priestley

Eines nebeligen Nachmittags beginnt sich Edgar aber doch etwas über das merkwürdige Gebaren seines Onkels zu wundern: Aus welchem Grund hat der alte Mann eigentlich dieses düstere Haus schon seit geraumer Zeit nicht mehr verlassen? Was hat es mit den merkwürdigen Schatten auf sich, die mitunter leise Geräusche aus den Tiefen des Hauses von sich geben? Und vor allem: Wie kommt es, dass Onkel Montagues Arbeitszimmer bis an die Decke gefüllt ist mit Holzfiguren, Bildern, Porzellanpuppen, und verzierten Schächtelchen - allesamt Gegenstände, die auch in seinen Schauergeschichten vorkommen?

Unterdes hat der Nebel das Haus dicht umschlossen und Edgar den Heimweg abgeschnitten: Bei Einbruch der Nacht ist es dann plötzlich an der Zeit für Onkel Montagues eigene Schauergeschichte...



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