Tierlexikon Gecko

Geckos zählen zu den Echsen. Sie gehören zu den ältesten Tieren der Welt. Seit etwa 50 Millionen Jahren leben Geckos auf der Erde
Gecko

Der Gecko gehört zu den ältesten Tierarten der Welt

Geckos (Gekkonidae) zählen wie Schlangen und Schildkröten auch zu den Reptilien (Reptilia). Sie lassen sich in die Familie der Schuppenkriechtiere (Squamata) einordnen. Weltweit gibt es über Hunderte verschiedene Arten von ihnen. Die meisten leben in den Tropen.

Allgemeines zum Gecko

Je nach Art können Geckos anderthalb bis vierzig Zentimeter lang werden. Ihre Haut ist mit Schuppen bedeckt und hat meistens eine bräunliche oder grünliche Färbung. Es gibt aber auch Tiere, die auffällig bunt gefärbt sind. Der Schwanz der Geckos dient als Fett- und Nährstoffspeicher. Es gibt sowohl tag- also auch nachtaktive Geckos. Dies kann man an ihren Augen erkennen: Tagaktive Geckos haben runde Pupillen, bei nachtaktiven sind sie schlitzförmig.

Was frisst ein Gecko?

Geckos fressen überwiegend Insekten, also Fliegen, Heuschrecken, Grillen. Die größeren fressen auch Skorpione oder kleine Nagetiere. Außerdem naschen sie auch gerne an reifen Früchten.

Wie lebt ein Gecko?

Geckos leben in den wärmeren Gebieten der Erde, vornehmlich in den Tropen. Einige Arten kommen auch im Mittelmeerraum vor. Besonders seltene Arten sind manchmal nur auf einer einzigen Insel beheimatet, zum Beispiel auf Madagaskar. Sie leben in Wüsten, Savannen, Felsregionen oder im Regenwald. Diese Tiere sind, wie alle Reptilien, wechselwarme Tiere. Das bedeutet, dass ihre Körpertemperatur von der jeweiligen Umgebungstemperatur abhängt. Sie sonnen sich gerne, um sich aufzuwärmen.

Die Jungen der Geckos schlüpfen aus Eiern. Sie werden von der Sonne ausgebrütet. Sie sind nach dem Schlüpfen sofort selbstständig und brauchen ihre Eltern nicht, obwohl sie noch ganz klein sind. Die Haltung von Geckos in Terrarien ist möglich, aber nicht ganz unkompliziert. Deshalb sollte man sich unbedingt gut informieren. Sie brauchen spezielle Beleuchtung und bestimmte Pflanzen im Terrarium. Manche Geckos können bis zu zwanzig Jahre alt werden.

Was ist das Besondere an Geckos?

Viele Gecko-Arten haben unter den Füßen sogenannte Haftlamellen. Damit können sie sogar an Glasscheiben hochlaufen. Diese Technik funktioniert wie ein Klettverschluss: Winzige Härchen an den Füßen werden in mikroskopisch kleine Unebenheiten einer Wand gepresst. Dadurch hat das Tier Halt und kann sogar an der Decke laufen. Und es gibt noch etwas Besonderes: Geckos können ihren Schwanz abwerfen. Wenn ein Feind sie daran festhält, trennen sie den Schwanz einfach ab und sind frei. Der Schwanz wächst dann wieder nach, wird aber meist nicht mehr so lang. Daher sollte man einen Gecko niemals am Schwanz festhalten!

Steckbrief: Gecko

  • Name: Gecko
  • Wissenschaftlicher Name: Gekkonidae
  • Größe: je nach Art 1,5 bis 40 Zentimeter lang
  • Lebensdauer: bis 20 Jahre
  • Lebensraum: Warme Regionen, Tropen
  • Ernährung: Insekten, kleine Säugetiere, Früchte
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