Tierlexikon Libelle

Insgesamt gibt es weltweit etwa 5680 bekannte Libellenarten. Manche Libellen können rückwärts fliegen. Große Libellen benötigen zwei bis drei Jahre bis sich aus dem Ei das erwachsene Insekt entwickelt
Libelle

Eine Libelle habt ihr bestimmt schon einmal in eurem Garten gesehen

Libellen (Odonata) sind Insekten (Insecta) und gehören zur Unterklasse der Fluginsekten (Pterygota). Sie werden unterteilt in Prachtlibellen, Kleinlibellen, Schlanklibellen, Teichjungfern, Federlibellen, Großlibellen, Edellibellen, Segellibellen, Flussjungfern, Quelljungfern und Flankenlibellen.

Allgemeines zur Libelle

Libellen sind sehr auffällige Insekten. Sie haben einen langen, dünnen, meist farbigen Körper. Augen und Flügel sind recht groß. Die Flügelspannweite der Libellen liegt zwischen zwei und 20 Zentimetern. Sie haben dünne Beinchen und kurze Fühler. Ihre beiden Flügelpaare kann die Libelle unabhängig voneinander bewegen. Dadurch ist sie sehr wendig und kann vereinzelt sogar rückwärts fliegen. Bekannte Libellenarten bei uns sind zum Beispiel die Azurjungfer, die Heidelibelle, unterschiedliche Binsenjungfern, verschiedene Prachtlibellen oder auch die Feuerlibelle. Die auffälligsten heimischen Libellen sind rot oder blaugrün gefärbt.

Was frisst eine Libelle?

Libellen ernähren sich hauptsächlich von anderen Insekten. Die Beutetiere werden während des Fluges mit den Vorderbeinen gefangen und dann auf der Unterlippe, der sogenannten Schüssel, zerlegt. Manchmal fressen sie auch andere, kleinere Libellen.

Wie lebt eine Libelle?

Lebensräume für Libellen gibt es (außer in der Antarktis) überall auf der Welt. Sie kommen stets in der Nähe von Gewässern vor, da ihre Larven im Wasser leben. Den Großteil ihres Lebens verbringt dieses Insekt fliegend. Dabei wird sie bis zu 50 Stundenkilometer schnell. Sogar die Paarung wird im Flug vollzogen. Anschließend erfolgt die Eiablage im Wasser. Aus den Eiern schlüpfen dann die Larven. Sie sind von einer Hülle umgeben, die erst aufplatzt, wenn sie das Wasser später verlassen. Aus der Hülle schlüpft dann die Libelle. Fertig ist sie jedoch immer noch nicht. Es folgt eine Ruhezeit. Vom Ei bis zum erwachsenen Insekt dauert es in den meisten Fällen ein Jahr. Bei den größeren Libellen sogar zwei bis drei Jahre. Das voll entwickelte Tier lebt dann je nach Art zwei Wochen bis elf Monate.

Sind Libellen gefährdet?

Je nach Art sind die Libellen unterschiedlich gefährdet. In Deutschland sind etwa zwei Drittel der heimischen Arten gefährdet, zwanzig Prozent sogar vom Aussterben bedroht und stehen unter Artenschutz. Der Grund dafür ist hauptsächlich die Verschmutzung und Trockenlegung von Gewässern. Damit nimmt man der Libelle ihren Lebensraum.

Steckbrief: Libelle

  • Name: Libelle
  • Wissenschaftlicher Name: Odonata
  • Größe: Spannweite von 2 bis 20 Zentimeter
  • Lebensdauer: 2 Wochen bis 11 Monate
  • Lebensraum: überall auf der Welt in Gewässernähe
  • Ernährung: Insekten
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