Tiere Skorpione

Sind alle Skorpione giftig? Und wie fressen Skorpione überhaupt? Alles über die Spinnentiere lest ihr hier im Tierlexikon!
Skorpion

Afrikanischer Kaiserskorpion

Allgemeines über den Skorpion

Skorpione, wissenschaftlich Scorpiones, gehören zur Ordnung der Spinnentiere (Arachnida). Die Tiere sind also mit den Spinnen verwandt. Weltweit gibt es zahlreiche Skorpion-Arten, insgesamt sin etwa 2350 Arten bekannt. Manche Skorpione werden nur etwa einen Zentimeter groß, andere Exemplare erreichen ausgewachsen eine Länge von bis zu 20 Zentimetern.

Der größte Skorpion ist der Rötliche Spaltenskorpion, wissenschaftlich Hadogenes troglodytes, der bis zu 21 Zentimeter lang werden kann. Der kleinste Vertreter der Skorpione heißt Microbuthus pusillus. Dieser Winzling wird nur 6,5 Millimeter lang.

Knapp zwei Drittel der Skorpion-Arten gehören zur Familien der Buthidae. Viele Skorpione lassen sich durch ihre Größe und die Farbe voneinander unterscheiden. Die meisten Skorpione sind allerdings schwarz, braun oder gelblich. Manche Skorpionarten sind sich so ähnlich, dass eine ganz genaue Bestimmung nur in einem Labor möglich ist.

Wie die Spinnen, besitzen auch Skorpione acht Beine. Zudem verfügen sie über zwei Fangarme mit Scheren, wie ein Krebs. Zusätzlich haben Skorpione jedoch den langen Schwanz, an dessen Ende der Giftstachel sitzt. Mit den Scheren und dem Giftstachel verteidigen sich die Tiere bei Gefahr oder erlegen ihre Beute.

Skorpione haben - ungewöhnlich aber wahr - kein Gesicht. Ihre winzigen Punktaugen sitzen vorne auf ihrem Panzer. Doch gut sehen können Skorpione damit nicht. Sie nehmen nur Bewegungen sowie Hell und Dunkel wahr.

Verbreitung und Lebensraum

Skorpione leben oft versteckt in sandigen oder steinigen Böden. Die Tiere kommen besonders häufig in den Tropen und Subtropen vor, aber auch in Wüsten fühlen sie sich wohl. Die Spinnentiere verkriechen sich gerne in Ritzen oder unter Steinen.

Nahrung: Was fressen Skorpione?

Skorpione haben einen reich gedeckten Speiseplan. Zu ihrer Nahrung zählen Insekten, Spinnen, Schnecken oder kleinere Wirbeltiere wie beispielsweise Schlangen oder Eidechsen.

Die meisten Skorpione lauern ganz still auf ihre Beute mit offenen Zangen und aufgestelltem Schwanz. Nur wenige Skorpion-Arten sind etwas aktiver und pirschen sich an ihre Beute heran.

Haben die Skorpione ihre Beute erlegt, wird diese mit Hilfe von biochemischen Prozessen "zermatscht". Es werden Enzyme, also Eiweiße, in die Beute gespritzt, welche die Beute zu einer breiigen Pampe zersetzen. Diese kann der Skorpion dann genüsslich mit zwei kleinen Scheren, die vorne aus einer Öffnung seines Panzers kommen, schlürfen.

Fortpflanzung und Nachwuchs

Die meisten Skorpione sind Einzelgänger. Männchen und Weibchen finden sich nur zur Paarung zusammen. Die Paarungszeremonie beginnt mit einem "Hochzeitstanz", der oft auch viele Stunden dauern kann. Dabei halten sich die beiden Skorpione mit ihren Scheren fest. Dann befruchtet das Männchen das Weibchen.

Das Weibchen brütet die Eier in ihrem Bauch aus und bringt nach einiger Zeit zwei bis hundert winzige Baby-Skorpione zur Welt. Diese sehen genauso aus wie erwachsene Skorpione, nur eben winzig und sehr hell gefärnt.

Sobald sie geschlüpft sind, krabbeln die kleinen Baby-Skorpione auf auf den Rücken ihrer Mutter, wo sie bis zur ersten Häutung auch bleiben. Denn um weiter wachsen zu können, streifen sie ihre Haut ab. Nach der ersten Häutung sind sie selbstständig unterwegs.

Die jungen Skorpione häuten sich während des Wachstums noch einige Male, bevor sie selber Jungtiere bekommen.

Wie gefährlich sind Skorpione?

Alle Skorpione sind giftig, denn jede Art besitzt einen Giftstachel. Jedoch sind nicht alle Skorpione auch für den Menschen gefährlich -  nur etwa 50 Arten haben ausreichend Gift, um einen Menschen zu töten.

Im Video unten seht ihr einen Video-Beitrag aus dem Tigerenten Club zum Thema:

Um herauszufinden, wie giftig ein Skorpion ist oder nicht, kann man sich eine hilfreiche Eselsbrücke merken: Je dicker die Scheren und je dünner der Schwanz, desto weniger giftig ist der Skorpion. Und je größer das Tier ist, desto seltener setzt der Skorpion den Giftstachel ein.

Dies liegt daran, dass ein Skorpion zum Erlegen seiner Beute sich entweder seiner Scheren oder seines Gifts im Schwanz bedient. Sind seine Scheren dick, so geben diese ihm die nötige Kraft, um seine Beute zu erlegen. Sind die Scheren hingegen klein, macht er sich seinen Giftstachel an der Schwanzspitze zu Nutze, um an Nahrung zu gelangen oder um sich zu verteidigen.

Kleine Skorpione sind daher in der Regel wesentlich giftiger als große Exemplare, da diese sich viel eher mit ihrem Giftstachel zur Wehr setzen müssen.

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