Tierlexikon Kolkrabe

Kolkraben sind unter anderem in Mitteleuropa weit verbreitet. Häufig wird diese Rabenart mit der Rabenkrähe verwechselt
Kolkrabe

Der Kolkrabe hat seinen Namen wegen der Geräusche, die er macht

Der Kolkrabe (Corvus corax) ist ein Singvogel und gehört in die Familie der Rabenvögel. Das Wort „Kolk“ geht auf die Geräusche zurück, die der Vogel macht.

Allgemeines zum Kolkraben

Kolkraben haben ein schwarzes Gefieder, das in der Sonne metallisch grün oder lila-blau schimmern kann. Auch Beine und Schnäbel sind schwarz. Diese Vögel werden 54 bis 67 Zentimeter lang und erreichen eine Flügelspannweite von 115 bis 130 Zentimetern. Damit sind sie die größten unter den Raben. Sie sind sogar größer als ein Mäusebussard.

Was frisst ein Kolkrabe?

Kolkraben sind Allesfresser. Sie verspeisen Insekten, Beeren, Samen, kleine Säugetiere, junge Vögel und Aas, je nachdem was die Jahreszeit hergibt. Angeblich töten sie sogar kleine Lämmer. Wahrscheinlicher ist aber, dass sie sich über die Kadaver her machen, wenn die Tiere schon tot sind.

Wie lebt ein Kolkrabe?

Kolkraben haben ihren Lebensraum auf fast der gesamten Nordhalbkugel der Erde. In Europa findet man sie in Deutschland, Irland, Island und Portugal. Sie leben an arktischen Küsten aber auch bei uns in den Städten. Kolkraben-Pärchen sind sich ein Leben lang treu. Sie erkennen einander an der Stimme. Jeden Februar legt das Weibchen drei bis sechs Eier. Nach drei Wochen schlüpfen daraus die Küken. In der freien Wildbahn werden diese Vögel bis zu zwanzig Jahre alt, in Gefangenschaft sogar noch älter.

Sind Kolkraben gefährdet?

Im 19. Jahrhundert wurde der Kolkrabe gejagt, da man ihn für einen Schädling hielt. Dadurch wurde diese Vogelart beinahe ausgerottet. Das konnte zum Glück verhindert werden und heute haben sich die Bestände wieder gut erholt. Sie stehen unter Naturschutz.

Was ist das Besondere an Kolkraben?

Wie alle Rabenvögel ist auch der Kolkrabe ein sehr intelligenter Vogel. Sie haben zum Beispiel verschiedene Pläne für das Knacken von Nüssen oder Muschelschalen entwickelt. Sie lassen sie etwa aus großer Höhe auf harten Grund fallen, damit sie aufplatzen. Ganz schlaue Tiere legen die Nüsse auf eine Straße und warten, dass ein Auto darüber fährt. Man konnte sogar beobachten, dass sich die Raben dafür einen Straßenabschnitt mit Ampel aussuchen. Bei Rot legen sie die Nüsse auf die Straße. Dann warten sie die grüne Ampelphase ab, in der die Autos über die Nüsse fahren und sie knacken. Sobald die Ampel wieder rot für die Autos anzeigt, können sich die Raben die geknackten Nüsse schnappen.

Steckbrief: Kolkrabe

  • Name: Kolkrabe
  • Wissenschaftlicher Name: Corvus corax
  • Größe: bis 54 bis 67 Zentimeter lang, Spannweite von 115 bis 130 Zentimeter
  • Gewicht: 1400 Gramm schwer
  • Lebensdauer: bis 20 Jahre
  • Lebensraum: Nordhalbkugel
  • Ernährung: Allesfresser, Samen, Beeren, Insekten, Frösche, Aas, Eier, Vögel
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