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Hallo Kosmos Gesichtet aus dem All

Satellit über der Erde
Dieser Satellit ist einer von acht Satelliten, die auf ihrer Umlaufbahn um die Erde nach Anzeichen für Wirbelstürme suchen. 
© NASA
Sonst blicken wir in unserer Rubrik „Hallo Kosmos“ von der Erde in den Weltraum. Diesmal machen wir es andersherum: Denn per Satellit können wir die Erde aus dem All heraus auf einzigartige Weise beobachten.

Unsere GEOlino.de-Rubrik „Hallo Kosmos“ entsteht in Zusammenarbeit mit dem Planetarium Hamburg. Hier klärt die Astrophysikerin Dr. Mariana Wagner vom Sternentheater alle Fragen rund um Planeten, Monde, Sterne und Galaxien.

In unseren Meeren treiben riesige Plastikstrudel. Der bekannteste ist der „Great Pacific Garbage Patch“ (Großer Pazifischer Müllfleck) der sich im Nordpazifik befindet. Seine Fläche umfasst etwa 1,6 Millionen Quadratkilometer – das ist eine Fläche, mehr als viermal so groß wie Deutschland! Und das ist nur die Spitze des Plastikbergs: Wind und Wellen zersetzen einen Großteil des Mülls längst zu Mikroplastik. Das sind Plastikteilchen, die kleiner sind als fünf Millimeter.

Woher wissen Forschende vom Mikroplastik im Meer?

Dass Forschende das Mikroplastik und seine Bewegung im Ozean überhaupt so gut nachvollziehen können, haben sie auch dem Blick aus dem All zu verdanken. Denn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der US-Amerikanischen Weltraumbehörde NASA nutzen für diesen Zweck Satelliten.

Während diese fliegenden Hochleistungscomputer in tausenden Kilometer Höhe um unsere Erde sausen, senden sie Signale in Richtung Meeresoberfläche. Diese werden von dort wieder zurückgeworfen und haben dabei so einige Infos über die Beschaffenheit des Meeres im Gepäck: Ist das Wasser sauber? Stimmen die Windgeschwindigkeit und die Beschaffenheit der Wellen stark überein?

Das hilft einerseits, gefährliche Wetterlagen wie etwa Orkane rechtzeitig zu erkennen, die sich über dem Meer zusammenbrauen. Aber es ermöglicht Forschenden andererseits auch, zu erkennen, wie viele winzige Plastikteilchen sich in unseren Ozeanen ansammeln und wie sie sich bewegen. Denn Satelliten erkennen auch verschmutztes Wasser, Plastikmüll dämpft nämlich die Wellen.

Welche Auswirkungen hat das Plastik im Meer?

Die Tonnen von Müll haben verheerende Folgen für Fische, Vögel, Robbben und andere Tiere. Zahlreiche Meeresbewohner und Seevögel fressen den Kunststoff, weil sie glauben, es sei Nahrung. Zwei Drittel der Seevögel weltweit haben Plastik im Magen.

Über die Nahrungskette landen die winzigen Mikroplastik-Teilchen dann auch bei uns Menschen auf dem Teller, wenn wir zum Beispiel Fisch essen.

Aber auch Korallenriffe sind gefährdet. Um sich zu ernähren, filtern Korallen Plankton aus dem Wasser. Dabei nehmen sie auch Mikroplastik auf, das sich dauerhaft in ihrem Kalkskelett einlagert. Das macht die farbenprächtigen Wunder der Natur krank. 

Thema Plastikmüll im Planetarium Hamburg

Auch das Planetarium Hamburg widmet sich der Erde und unseren Weltmeeren. Ab dem 23. März zeigt es etwa den Animationsfilm „Die Legende des Zauberriffs 3D“. Darin geht es um die Abenteuer des tollpatschigen Riff-Fischs Shorty, seiner schlauen Schwester Indigo und des wagemutigen Sägefischs Jake. Als das riesige Schleppnetz eines Fischtrawlers ihr Zuhause verwüstet, machen sie sich auf die Suche nach einer neuen Heimat. Auf ihrer abenteuerlichen Reise treffen sie exotische Kreaturen, verfangen sich in gefährlichem Plastikmüll und stellen sich ihren schlimmsten Ängsten. Vor allem der Mensch bedroht die Tiere und ihren Lebensraum. 


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