Großkatze Nebelparder: Still und leise

Vom Nebelparder habt ihr noch nie etwas gehört? Das würde ihn freuen. Die asiatische Katze tut nämlich alles dafür, unbemerkt zu bleiben
Nebelparder, Neofelis nebulosa

Für eine leckere Beute verlassen die Großkatzen schon mal ihren Baum

Allgemeines über den Nebelparder

Tiger, Löwe und Jaguar kennt jeder. Und den Nebelparder? Tatsächlich ist der Nebelparder, wissenschaftlich Neofelis nebulosa, aus dem Südosten Asiens fast unbekannt. Dabei zählt auch der elegante Jäger zu den Großkatzen, obgleich er, zugegeben, mit durchschnittlich 20 Kilogramm das Leichtgewicht dieser Gruppe darstellt.

Dafür aber messen seine Eckzähne vier Zentimeter oder mehr. Im Verhältnis zur Körpergröße hat der Nebelparder die längsten Hauer unter den Großkatzen.

Auch mit seinen Kletterkünsten stellt er die Verwandtschaft in den Schatten: Nebelpardern ist kein Baumstamm zu steil und keine Rinde zu glatt. Mit ihren Krallen finden sie überall Halt. Dem Nebelparder gelingt es, Beute zu schnappen, während er nur mit den Hinterbeinen am Ast baumelt! Kopf voran klettert er Stämme hinab und hangelt sich bisweilen an der Unterseite von Ästen entlang.

Dank ihrer Fellzeichnung sind sie dabei gut getarnt Wissenschaftler vermuten: Hoch oben im Geäst der Bäume sind die Tiere vor Tigern und Leoparden sicher – und auch vor ihrem ärgsten Feind, dem Menschen.

Sind Nebelparder bedroht?

Nebelparder stehen auf der "Roten Liste" - dort werden sie mittlerweile als "gefährdet" eingestuft. Denn die Zerstörung ihrer Heimat, der Regenwälder, setzt den Katzen zu. Außerdem stellen Wilderer den Großkatzen nach, denn die Felle und Zähne der Nebelparder sind in Asien begehrte Trophäen.

Wie groß der Bestand der Tiere noch ist, lässt sich nur schwer einschätzen. Denn die Nebelparder sind sehr scheu und tarnen sich gut - Wissenschaftlern fällt es sehr schwer, die Tiere ausfindig zu machen. Der Trend ist jedoch abnehmend.

Verbreitungsgebiet

Karte: Verbreitungsgebiet der Nebelparder

Wie viele Unterarten der Großkatzen gibt es?

Es gibt zwei Arten von Nebelpardern, vom Süden Chinas bis nach Malaysia den Neofelis nebulosa (mit drei Unterarten) sowie den etwas dunkleren Neofelis diardi, Sunda-Nebelparder genannt, der auf Sumatra und Borneo verbreitet ist.

Nahrung: Was fressen Nebelparder?

Nebelparder sind Fleischfresser. Auf ihrem Speiseplan stehen Vögel, Nager und Affen. Aber auch für einen leckeren Fisch wagen sie sich durchaus mal ins Wasser.

Nachwuchs beim Nebelparder

Meist bringen Nebelparder zwei Junge zur Welt, die rund zehn Monate an der Seite der Mutter bleiben.

Steckbrief: Der Nebelparder im Überblick

  • Name: Nebelparder
  • Wissenschaftlicher Name: Neofelis nebulosa
  • Klasse: Säugetiere
  • Verbreitungsgebiet: Südostasien
  • Lebensraum: tropische und subtropische Wäldern, hohes Grasland und Mangrovensümpfe
  • Größe: etwa 1 Meter
  • Gewicht: 15 bis 20 Kilogramm
  • Nahrung: Affen, Nager, Vögel, Fisch
  • Lebenserwartung: 8 bis 12 Jahre
  • Paarungszeit: ganzjährig
  • Tragzeit: etwa 12 Wochen
  • Wurfgröße: 2 bis 4 Jungtiere
  • Bedroht: Ja
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