Tierlexikon Rotfuchs

Weil der Rotfuchs so schlau ist, nennt man ihn auch Reineke. Das bedeutet: der durch seine Schlauheit unüberwindliche! Mehr zum Rotfuchs erfahrt ihr hier im Tierlexikon
Rotfuchs

Allgemeines zum Rotfuchs

Der Rotfuchs (Vulpes vulpes) gehört zur Ordnung der Raubtiere (Carnivora) in die Familie der Hunde (Canidae). Die Füchse sind auf nahezu jedem Kontinent zuhause: Die Tiere kommen beinahe auf der gesamten Nordhalbkugel vor, außerdem in Australien und auf den Falklandinseln.

Rotfüchse leben in Wäldern, Halbwüsten, an der Küste oder im Hochgebirge. Damit ist der Rotfuchs der weltweit verbreitetste Wildhund.

Körperbau: Wie erkenne ich einen Rotfuchs?

Der Rotfuchs hat rotbraunes Fell, das an Wangen, Bauch und Beininnenseiten weiß gefärbt ist. Der Schwanz ist sehr buschig und etwa vierzig Zentimeter lang. Die Schnauze des Fuchses ist spitz und die Ohren sind aufgerichtet.

Männliche Rotfüchse messen 62 bis 75 Zentimeter in der Länge und werden bis zu vierzig Zentimeter hoch. Dabei können große Rotfüchse bis zu sieben Kilogramm auf die Waage bringen. Die Weibchen sind etwas kleiner und leichter als die Männchen.

Nahrung: Was frisst ein Rotfuchs?

Füchse sind Allesfresser. Sie ernähren sich von Mäusen, Insekten, Regenwürmer, Vögeln, Eidechsen, Fröschen, Früchten, Beeren und Aas. Manchmal stehlen sie auch ein Huhn aus einem Hühnerstall.

Rotfuchs Verbreitungsgebiet

Den Rotfuchs gibt es auf fast jedem Kontinent

Wie lebt ein Rotfuchs?

Füchse sind Einzelgänger und gehen allein auf die Jagd. Sie sind vor allem nachts und in der Dämmerung aktiv. Zum Schlafen gehen sie in ihren unterirdischen Bau. Zur Paarungszeit, die man bei den Füchsen Ranzzeit nennt, treffen männliche und weibliche Füchse aufeinander. Nach der Paarung bleibt das Männchen, der Rüde, beim Weibchen. Die Jungen werden gemeinsam groß gezogen. Bis zu drei bis fünf Jungtiere bringt die Fähe, also das Weibchen, auf einmal zur Welt. Sie werden gesäugt und sind bereits nach vier Monaten selbstständig. Sie können bis zu sechs Jahre alt werden.

Sind Rotfüchse gefährdet?

Rotfüchse sind nicht gefährdet. Dennoch ist der Mensch ihr Feind. Früher wurden sie ihres Pelzes wegen gejagt. Auch heute werden sie noch gejagt, allerdings mehr zu Vergnügungszwecken. Besonders schlimm ist die traditionelle Fuchsjagd in England. Dabei werden die Tiere von Pferden aus und mit einer speziell zu diesem Zweck gezüchteten Hundemeute gehetzt und getötet. Jährlich werden zusätzlich etwa 200.000 Tiere weltweit erschossen, da sie Tollwut übertragen können.

Was ist das Besondere an Rotfüchsen?

Nicht immer lebt ein Fuchs allein in seinem Bau. Es kann schon mal vorkommen, dass sich ein Fuchs seinen Bau mit einem Dachs oder Iltis teilt. Meistens leben sie dann friedlich in ihrer Wohngemeinschaft zusammen. Wenn Fuchsnachwuchs da ist, wird es den anderen Tieren aber meist zu bunt und sie ziehen aus.

Steckbrief: Rotfuchs

  • Name: Rotfuchs
  • Wissenschaftlicher Name: Vulpes vulpes
  • Größe: 40 Zentimeter hoch
  • Gewicht: bis 7 Kilogramm
  • Lebensdauer: bis 6 Jahre
  • Verbreitung: weltweit
  • Lebensraum: Wälder, Halbwüsten, Gebirge, Küsten auf allen Kontinenten außer Südamerika
  • Ernährung: Allesfresser. Vögel, Eier, Mäuse, Insekten, Früchte, Beeren, Amphibien
Wolf
Tierlexikon
Wolf
Wölfe galten in Deutschland lange als ausgestorben. Heute lebt der Wolf auch in Europa wieder in freier Wildbahn. Wölfe sind die Urväter der Hunde
Liegender Luchs
Tierlexikon
Luchs
Die Luchse waren bei uns ausgestorben. Doch nun streunen die Wildkatzen wieder durch manche Wälder..
Schabrackenschakal
Tierlexikon
Schabrackenschakal
Im Rudel folgen die Jungen ihrer Mutter auf die Jagd. Junge Schakale brauchen nur ein paar Monate, um alle wichtigen Tricks zu lernen. Danach ziehen sie auch allein los
GEOlino-Newsletter
nach oben