Glasklare Sache Wieso Trinkhalme schlecht für die Umwelt sind

Trinkhalme
Trinkhalme aus Plastik
© Colourbox
Einmal schlürfen – ab in den Müll. Trinkhalme aus Plastik sind ein Wegwerfprodukt. Milliarden Röhrchen landen täglich in der Tonne, aber auch in der Umwelt, sie verschmutzen Flüsse und Meere. Das muss nicht sein!

Es gibt unterschiedliche Schätzungen, wie viele Halme wir Menschen Tag für Tag wegwerfen. Eine besagt: zwischen drei und sechs Milliarden weltweit. Diese Vermutung lässt sich zwar nur schwer nachprüfen, so oder so aber gilt: Jeder Plastik-Trinkhalm ist einer zu viel. Schließlich schlürfen wir nur wenige Minuten lang Limo oder Saft durch das Röhrchen. Bis der Plastikhalm zerbröselt, dauert es hingegen mehr als 450 Jahre…

Denn Trinkhalme bestehen heutzutage meist aus dünnem Kunststoff, etwa Polyethylen oder Polypropylen. Die Kommission der Europäische Union (EU) will Einwegartikel aus Plastik wie Trinkhalme, Plastikbesteck, Watte- und Umrührstäbchen sowie Luftballonhalter deshalb in Zukunft verbieten. Über die Richtlinie muss nun im EU-Parlament und in den Mitgliedsstaaten beraten und abgestimmt werden.

Jeder kann etwas gegen Plastikmüll tun:

VERZICHTEN!
Mal ehrlich, für die meisten Getränke brauchen wir gar keinen Strohhalm – oft sind die Halme nur bunte Deko im Glas.

ERSETZEN!
Zu Plastikhalmen (und auch zu solchen aus Papier) gibt es mittlerweile viele Alternativen. Die Halme aus Glas, über die wir hier berichten. Aber auch solche aus Metall, Bambus, Apfelfasern … Alle Varianten haben Vor- und Nachteile. Am besten sind natürlich Halme, die man immer wieder verwenden kann.

DISKUSSIONEN ANZETTELN!
Zum Beispiel, indem ihr den Kellner im Restaurant bittet, keinen Plastik- Trinkhalm in euer Getränk zu stecken. Oder im Eiscafé nach einem Milchshake ohne Halm fragt. Vielleicht bekommen das dann auch andere Gäste mit – und beginnen nachzudenken.

GEOlino Nr. 09/2018 - Echt urig

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