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Tierlexikon Erdmännchen


Erdmännchen gehören biologisch gesehen zu den Schleichkatzen, sind aber eher mit Bären oder Hyänen verwandt. Wir erzählen euch von den quirliegen Tieren hier im Tierlexikon
Tierlexikon: Das ist die typische Haltung eines Erdmännchens: auf den Hinterbeinen, den Blick achtsam in die Ferne gerichtet. Erdmännchen sind sehr soziale Tiere und teilen sich auch die Arbeit. Während die einen am Bau arbeiten, halten die anderen Ausschau nach möglichen Gefahren
Das ist die typische Haltung eines Erdmännchens: auf den Hinterbeinen, den Blick achtsam in die Ferne gerichtet. Erdmännchen sind sehr soziale Tiere und teilen sich auch die Arbeit. Während die einen am Bau arbeiten, halten die anderen Ausschau nach möglichen Gefahren
© Andrew Bayda / Fotolia

Beliebte Tiere: Erdmännchen

Erdmännchen (Suricata suricatta) sind Säugetiere und gehören zur Ordnung der Raubtiere – genauer: in die Familie der Mangusten. Sie sind mit den Mardern verwandt und werden auch Surikate genannt.

Erdmännchen sind tagaktive Tiere und sonnen sich gern in der Nähe ihrer Höhlen, wenn sie nicht gerade unter der Erde mit Buddeln beschäftigt oder auf der Suche nach Nahrung, zum Beispiel Spinnen, sind.

Erdmännchen werden auch "Scharrtiere" genannt, weil sie tagsüber auf der Suche nach Nahrung mit ihren starken Krallen auf dem Boden herum scharren. Mit aufgestelltem Schwanz tippeln sie über den roten Sand, auf der Suche nach Insekten. Immer wieder richten sie sich dabei auf, um in die Ferne zu spähen: Lauern da hinten vielleicht Schlangen?

Allgemeines zum Erdmännchen

Erdmännchen werden bis zu 30 Zentimeter lang. Sie haben einen buschigen, etwa 25 Zentimeter langen Schwanz. Ihre Krallen an den Pfoten erleichtern ihnen das Scharren nach Nahrung. Das Gewicht ausgewachsener Erdmännchen beträgt zirka 600 bis 900 Gramm.

Das Fell der Mangusten ist grau, beige oder hellbraun mit dunklen Querstreifen. Den dunklen Umrandungen um die Augen, der sogenannte Maske, verdanken die Erdmännchen ihr listiges Aussehen.

Was fressen Erdmännchen?

Hauptsächlich fressen Erdmännchen Insekten. Darüber hinaus ernähren sie sich auch von Skorpionen, Eidechsen, Spinnen und Eiern, die sie aus der Erde buddeln, aber auch von Schlangen oder sogar kleinen Vögeln.

Meint ein Erdmännchen etwas Essbares gefunden zu haben, setzt sich das Tier aufrecht hin und erschnüffelt die Nahrung mit seinem guten Geruchssinn. Mit seinen kräftigen Vorderpfoten wird die Nahrung gehalten.

Wo leben Erdmännchen?

Erdmännchen leben in Kolonien von bis zu 30 Tieren. Diese Kolonien bestehen aus mehreren Familien. Alle leben gemeinsam in einem Bau. Der Bau wird häufig einfach von Erdhörnchen übernommen und zweckmäßig erweitert. Die Erdmännchen und Erdhörnchen leben friedlich gemeinsam nebeneinander her.

Der Lebensraum der Erdmännchen befindet sich im südlichen Afrika, in der Savanne oder Halbwüste. Erdmännchen sind tagaktive Tiere. Bei großer Hitze oder Regen bleiben sie jedoch in den Höhlen unter der Erde.

Fortpflanzung bei den Erdmännchen

Wenn Erdmännchen ein Jahr alt sind, werden sie geschlechtsreif. Dreimal pro Jahr können die ranghöchsten Weibchen Nachwuchs bekommen. Die Tragezeit dauert etwa 77 Tage. Dann kommen zwischen Oktober und April bis zu vier Junge zur Welt, die zwei Monate lang gesäugt werden.

Zunächst sind Augen und Ohren der Baby Erdmännchen noch geschlossen. Die gesamte Kolonie unterstützt die Elterntiere bei der Aufzucht der Kinder. Erdmännchen können bis zu sechs Jahre alt werden.

Gruppe Erdmännchen
Eine Gruppe kuschelnder Erdmännchen
© Colourbox

Was ist das Besondere an Erdmännchen?

Erdmännchen sind sehr soziale Tiere. Sie kuscheln sich gern sehr eng aneinenader, um Körperkontakt zu halten und auch um kranke oder verletzte Erdmännchen kümmert sich die Kolonie und gewährt den Tiere besonderen Schutz.

Der enge Zusammenhalt der Gruppe sichert ihnen das Überleben in Afrika. Wenn ein Teil der Tiere im Bau mit Graben und Buddeln unter der Erde beschäftigt ist, gibt es einige Tiere, die für das "Sichern" zuständig sind.

Diese Erdmännchen stellen sich an ihrem Bau auf die Hinterbeine und halten Ausschau nach Feinden. Nähern sich Raubtiere oder andere Feinde, wird sofort durch Bellen Alarm geschlagen. Dann beeilen sich alle Erdmännchen, schnell wieder in die schützenden Höhlen im Bau zu huschen.

Steckbrief: Erdmännchen

  • Wissenschaftlicher Name: Suricata suricatta
  • Klasse: Säugetiere
  • Ordnung: Raubtiere
  • Familie: Mangusten, Schleichkatzen
  • Größe: 30 Zentimeter lang
  • Gewicht: 600 bis 900 Gramm
  • Lebensdauer: bis 6 Jahre
  • Lebensraum: Savanne und Halbwüste in Südfrika
  • Ernährung: Insekten, Eier, Eidechsen, Schlangen, Vögel, Skorpione

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