Redewendung Nicht von gestern sein

Wenn jemand nicht von gestern ist, dann ist er nicht auf den Kopf gefallen. Huch! Zu viele Redensarten auf einmal? Keine Sorge - wir erklären euch, was die Redewendung bedeutet
Nicht von gestern sein

Marlene ist nervös. Gleich in der ersten Schulstunde muss sie morgen einen Französisch-Vokabeltest nachschreiben, doch einige Wörter kann sich Marlene einfach nicht merken. "Meinst du, ich kann mein Handy mit zum Vokabeltest nehmen? Ich könnte behaupten, dass ich eine wichtige Nachricht erwarte und könnte dann die Vokabeln im Internet nachschlagen, wenn ich nicht weiterkomme", sagt Marlene und schaut prüfend zu ihrer Freundin Wiebke.

"Das kannst du vergessen. Herr Maier ist ja nicht von gestern!", antwortet Wiebke und schwingt sich auf ihren Fahrradsattel, "Der weiß genau, wie leicht man mit dem Smartphone Vokabeln im Internet nachschauen kann."

So entstand der Ausdruck "Nicht von gestern sein"

Wenn man von jemandem sagt, er sei nicht von gestern, so drückt man damit anerkennend aus, dass man ihn für pfiffig und schlau hält. Die deutsche Redewendung hat ihren Ursprung im Alten Testament. Dort heißt es bei Hiob 8, 9:

"(...) denn wir sind von gestern hier und wissen nichts; unser Leben ist ein Schatten auf Erden."

Übrigens: Zwei ähnliche deutsche Redewendungen lauten "Etwas auf dem Kasten haben" und "Grips haben".

Redewendung, Sprache, Grammatik
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