Redewendung Grips haben

Wenn redensartlich jemand Grips hat, dann ist er ziemlich klug. Doch wie entstand der Begriff und was ist Grips eigentlich genau? Wir erklären es euch!
Grips haben

Wer Grips hat, hat ordentlich was im Köpfchen

"Boah, cool! Du hast ja schon wieder ein neues Smartphone. Das ist ja das neueste Modell!", rufen die Jungs neidvoll und drängen sich begeistert und Ben, der gerade sein neues Mobiltelefon aus der Tasche gezogen hat. Ben nickt lässig und sagt laut: "Ja, das ist das Neueste vom Neuen! Damit muss ich nie wieder lernen. Ich werde ab jetzt es bei jeder Klassenarbeit zum Spicken benutzen!"

Lea rollt die Augen und murmelt kiechernd zu ihrer Freundin Sofia: "Als ob die Lehrer das nicht wüssten und die Geräte vor den Klassenarbeiten einsammeln... Ben hat echt keinen Grips im Kopf, aber dafür immer das neueste Smartphone in der Hand..." Sofia schaut ihre Freundin verwirrt von der Seite an: Was meint Lea nur damit? Und was ist Grips?

Wie die Phrase "Grips haben" entstand

Der Begriff "Grips" kam im 19. Jahrhundert auf und wurde umgangssprachlich für "Verstand" oder "Auffassungsgabe" genutzt. Der Grips entstand durch das Verb "grippen" oder auch "gripsen", was so viel bedeutet wie "greifen" oder "packen". Wenn jemand redensartlich "Grips" hatte, so war er in der Lage, Informationen zu "ergreifen".

So entwickelte sich die Redensart "Der hat aber ordentlich Grips im Kopf!" als Metapher für Klugheit und Intelligenz. Auch wenn wir heute das Verb "gripsen" nicht mehr benutzen, verwenden wir die Redensart noch heute.

Übrigens: Eine ähnlich deutsche Redewendung lautet übrigens "Etwas auf dem Kasten haben" oder auch schlicht "Köpfchen haben".

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