Redewendung Den schwarzen Peter zuschieben

Kennt ihr die Redewendung "Den schwarzen Peter zuschieben"? Wir verraten euch, wie die deutsche Redensart entstand und erklären, was sie bedeutet
Den schwarzen Peter zuschieben

Der "Schwarze Peter" ist auch eine bekannte Spielkarte

"Ciao, ich fahre in die Stadt! Ich treffe mich mit Melina zum Eis essen!", ruft Emily und ist schon halb durch die Tür - da kommt ihr Bruder Maik aus der Küche. "Du willst jetzt schon los? Und was ist mit der Küche? Soll ich die alleine nach unserem Backen aufräumen?", fragt er und schaut sie verblüfft an.

"Mit dem Saubermachen wirst du Maik noch helfen, Emily. Bevor du in die Stadt fährst, bringt ihr die Küche wieder auf Vordermann", sagt auch ihre Mutter bestimmt und drückt ihrer Tochter einen Lappen in die Hand, "Schließlich kannst du Maik doch nicht einfach so den schwarzen Peter zuschieben und verschwinden."

Murrend nimmt das Mädchen den Lappen und geht mit ihrem Bruder in die Küche. Gemeinsam beginnen sie mit der Arbeit. Die Geschwister sind erstaunt, wie schnell die Arbeit zu zweit dann doch von der Hand geht und schon nach einer halben Stunde ist die Küche wieder blitzblank.

"Das haben wir super hingekriegt! Kommst du mit Melina und mir Eis essen?", fragt Emily ihren Bruder beschwingt. "Aber klar!", ruft dieser und zusammen schwingen sie sich auf ihre Räder.

Die Bedeutung der Redensart

Wenn man jemandem redensartlich den schwarzen Peter zuschiebt, gibt man ein ungelöstes Problem an diesen weiter. Die Redewendung geht zurück auf das bekannte Kartenspiel "Der schwarze Peter", bei dem derjenige Spieler verliert, der als letzter die Karte mit dem Schwarzen Peter auf der Hand hält.

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Redewendungen
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