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Redewendung Rosenkrieg führen

Rosenkrieg
Nach dem Ende einer Beziehung führen manche einen "Rosenkrieg"
© blacksalmon / Fotolia
Wenn zwei Menschen einen Rosenkrieg führen, dann liegen sie im Streit. Meist sind damit Paare gemeint, die sich in einer besonders schwierigen Trennung oder Scheidung befinden

Der Ursprung der Redewendung "Einen Rosenkrieg führen" liegt weit in der Vergangenheit, vermutlich im England des 15. Jahrhunderts. Damals ereignete sich zwischen zwei großen Adelshäusern ein dramatischer Kampf um Ruhm, Macht und Ehre.

Englische Adelshäuser York und Lancaster prägten den Begriff "Rosenkrieg"

Die rivalisierenden Adelsfamilien York und Lancaster stritten um die englische Thronherrschaft und führten Krieg untereinander. Beide stammten vom Haus Plantagenet ab - dem Haus, dem auch Heinrich II. entstammte, der im 12. Jahrhundert König von England wurde und damit ein Anrecht der Nachkommen des Hauses Plantagenet auf den englischen Thron begründete.

Die Familienwappen der beiden Häuser zeigten beide jeweils eine Rose – eine weiße Rose im Wappen des Hauses York und eine rote Rose im Wappen des Hauses Lancaster. Der Konflikt ging daher als sogenannter War of the Roses (auf Deutsch "Rosenkrieg") in die Geschichte ein und prägt so bis heute auch die deutsche Redensart.

Wenn sich zwei Parteien unerbittlich streiten, ja sogar richtig bekriegen, dann spricht man von einem sogenannten Rosenkrieg.


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