Redewendung Ein Fischkopf sein

Ein Fischkopf sein
© Gabriele Rohde / Fotolia
Wurdet ihr schon einmal als "Fischkopf" bezeichnet? Dann kommt ihr wahrscheinlich aus Norddeutschland! Wir erzählen euch die Geschichte hinter dem Begriff

"Hey, Jörn! Willst du auch eine Schweinshaxe?", fragt Peter und schaut seinen Freund fragend an. Jörn hält nur abwehrend die Hände vor sich: "Oh nein, ich bleibe lieber bei meinem Krabbensalat", antwortet er. Peter rollt mit den Augen und sagt grinsend: "Du bist aber auch ein echter Fischkopf, Jörn!"

Vom Fischkopf zum Fischkopp

Menschen können zwar nicht wirklich einen Fischkopf haben - aber sie können echte Fischköppe sein! Doch was meint Peter mit dem Ausdruck? Vielleicht, dass sein Freund Jörn wie ein Fisch aussieht oder dass er sogar riecht wie einer..? Natürlich nicht!

Tatsächlich werden im Allgemeinen die norddeutschen Küstenbewohner als "Fischköppe" bezeichnet - also Menschen, die in Städten wie Bremen oder Hamburg, oder in Regionen wie Ostfriesland, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern leben.

Meistens nennen sich die Norddeutschen nicht selbst so, sondern werden von anderen Deutschen mit einem belustigten Unterton so genannt. Der Ausdruck "Fischkopp" soll verdeutlichen, dass Norddeutsche oft eigen sind.

Manchmal wird die Bezeichnung "Fischkopp" oder "Fischkopf" jedoch auch herabwertend verwendet - dann kann dieser Begriff mit dem "Dummkopf" gleichgesetzt werden. Man sollte daher stets sehr vorsichtig mit dem Begriff umgehen, um Missverständnisse zu vermeiden!


Mehr zum Thema