Redewendung In the limelight

Das englische "to be in the limelight" entspricht dem deutschen "im Rampenlicht stehen". Aber warum "limelight"? Wir erklären euch die englische Redewendung.
Rampenlicht

Hollywood-Schauspieler wie Brad Pitt und Angelina Jolie, die skandalgebeutelte Sängerin Miley Cyrus und die deutsche Band Tokio Hotel haben eines gemeinsam: Sie stehen permanent im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Auf Englisch nennt man das "to be in the limelight", was dem deutschen "im Rampenlicht stehen" entspricht. Aber warum "limelight"? Irgendwie klingt das nach Zitrusfrüchten, denn "lime" heißt schließlich auch "Limone". Damit hat das "limelight" aber überhaupt nichts zu tun.

Wie die Redewendung "In the limelight" entstand

Stattdessen stammt der Begriff daher, dass "lime" auch der chemische Name für die Substanz Calciumoxid (chemische Formel: CaO) ist. Wenn man Calciumoxid anzündet, dann verbrennt es in gleißend hellen, weißen Flammen.

Erstmals genutzt wurde dieser Effekt im Jahr 1826 von einem britischen Militäringenieur namens Thomas Drummond zum Erstellen von Landkarten bei schlechtem Wetter und schlechter Sicht. Das helle Licht der Calciumoxid-Flammen ("Drummond light") half ihm dabei, Abstände korrekt zu messen.

Später wurde die Erfindung von Wissenschaftlern weiterentwickelt, die nun besonders helle Scheinwerfer mit Calciumoxid als Leuchtstoff herstellten. Diese kamen seit Anfang des 20. Jahrhunderts für die ersten Filmprojektoren in Kinos und bei Theateraufführungen zum Einsatz.

Der Schauspieler, auf den auf der Bühne das helle Scheinwerferlicht gerichtet war, stand im absoluten Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Und in dieser Bedeutung ist die Redewendung "to be in the limelight" auch außerhalb der Theaterbühnen bis heute erhalten geblieben.

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