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Redewendung Jemanden übers Ohr hauen

Redewendung: Jemanden übers Ohr hauen
© Colourbox
Wurdet ihr schon einmal sprichwörtlich "übers Ohr gehauen"? Wir erklären, was es mit der Redewendung auf sich hat und wie sie entstand

Heike und ihre Familie verbringen die Herbstferien in Italien. Gerade sind sie auf der Suche nach einem Restaurant für das Abendessen. Heikes Magen knurrt schon heftig. Doch ihr Vater hat an jedem Restaurant etwas auszusetzen: "Nein, das hier ist viel zu teuer. Diese Gauner wollen doch nur die Touristen übers Ohr hauen!"

Eine Redewendung aus der Fechtkunst

Die meisten von euch wissen wahrscheinlich, dass "übers Ohr hauen" soviel wie "betrügen" heißt. Aber wusstet ihr auch, dass die Redensart aus der Fechtkunst stammt und ursprünglich "jemanden mit der Waffe am Kopf oberhalb der Ohren treffen" bedeutete?

Im Fechtsport gilt es als äußerst unfein und unverschämt, einen Schlag über die Ohrenlinie zu erteilen. Der tut nämlich ganz besonders weh. Gleichzeitig erfordert so ein Schlag übers Ohr aber ein Mindestmaß an Geschicklichkeit. Somit schwingt in der Redewendung ein kleines bisschen Anerkennung für den Bösewicht mit, da seine Betrügerei besonders gewitzt und hinterhältig ist.

Eine weitere Redewendung, die ihren Ursprung im Fechtsport hat, lautet übrigens "Spitz auf Knopf stehen".


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