Anzeige
Anzeige

Hallo Kosmos Die Tag-und-Nacht-Gleiche

Hallo Kosmos: Die Tag-und-Nacht-Gleiche
Am 23. September ist Tag-und-Nacht-Gleiche. Was hat es damit auf sich? Wir beantworten in diesem Artikel die wichtigsten Fragen zum Thema. Schaut euch auch das Video an, ganz oben auf der Seite!

Unsere GEOlino.de-Rubrik „Hallo Kosmos“ entsteht in Zusammenarbeit mit dem Planetarium Hamburg. Hier klärt die Astrophysikerin Dr. Mariana Wagner vom Sternentheater alle Fragen rund um Planeten, Monde, Sterne und Galaxien.

Wie entstehen unsere Jahreszeiten?

Unser Planet braucht ein ganzes Jahr, um einmal um die Sonne zu reisen. Dabei ist unsere Erde ein wenig gekippt und dreht sich außerdem um die eigene Achse. Das ist ganz schön viel Bewegung. Aufgrund der Schrägstellung der Erdachse verändert sich im Jahresverlauf auch der Winkel, in dem die Sonnenstrahlen auf die Erde treffen. Dadurch entstehen große Unterschiede zwischen der Nord- und der Südhalbkugel unserer Welt – auch unsere Jahreszeiten werden davon bestimmt. Während auf der Nordhalbkugel im Juni und Juli Hochsommer ist, müssen viele Menschen auf der Südhalbkugel zu dieser Zeit frieren - denn dort kommt wenig Sonne an, es ist Winter.

Jahreszeiten auf der Nordhalbkugel
© Mariana Wagner/Planetarium Hamburg

Was ist die Tag-Nacht-Gleiche?

Am 23. September durchläuft die Erde dann den sogenannten „Herbstpunkt”. Das ist die Stelle auf unserer Umlaufbahn, an der Nord- und Südhalbkugel gleich weit zur Sonne geneigt sind. An diesem Tag sind Tag und Nacht sowohl auf der Nordhälfte als auch auf der Südhälfte der Erde gleich lang. In der Astronomie sprechen wir von der Tag-und-Nacht-Gleiche oder dem Äquinoktium (englisch »Equinox«).

Mit der Tag-und-Nacht-Gleiche im September beginnt auf der Nordhalbkugel der Herbst – auf der Südhalbkugel der Frühling. Nun hat die Nacht die Nase vorn und wir zählen mehr dunkle als helle Stunden. Ihr merkt das auch daran, dass die Sonne immer früher untergeht. Am 22. Dezember erleben wir schließlich den kürzesten Tag des Jahres – und den astronomischen Winteranfang. Ab diesem Datum werden unsere Tage auch schon langsam wieder länger. Wenn die Sonne dann am 20. März den Himmelsäquator der Erde im „Frühlingspunkt“ in Richtung Norden überschreitet, feiert der Tag seinen Sieg über die Nacht und wir freuen uns über die ersten Blumen und neu ergrünende Bäume.

 

Neu in GEOlino

VG-Wort Pixel