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Hallo Himmel Das steckt hinter dem Sternschnuppenfeuerwerk der Perseiden

Sternschnuppe der Perseiden
© Shutterstock
Wünscht euch was! Im August erwartet uns das größte Sternschnuppenfeuerwerk des Jahres: die Perseiden. Lest hier, wie es dazu kommt und wo ihr den Sternenschauer am besten im Blick habt.

Unsere GEOlino.de-Rubrik „Hallo Himmel“ entsteht in Zusammenarbeit mit dem Planetarium Hamburg. Hier erklärt euch die Astrophysikerin Dr. Mariana Wagner vom Sternentheater jeden Monat ein aktuelles Himmelsphänomen zum Beobachten, Staunen und Weitererzählen.

Was sind die Perseiden?

Die Perseiden sind ein Meteorstrom, also eine Häufung von Sternschnuppen. Diese entsteht, wenn unsere Erde jedes Jahr im August auf ihrer Reise um die Sonne die Bahn des Kometen »Swift-Tuttle« kreuzt. Dann durchquert unser Planet auch die von ihm zurückgelassenen Staubteilchen – denn der Komet hinterlässt auf seiner eigenen Bahn eine Spur aus kosmischen Bröseln. Diese Staubteilchen treffen auf unsere Erdatmosphäre wie Regentropfen, die auf eine Autoscheibe prasseln. Dabei verglühen sie in 100 bis 80 Kilometern Höhe zu wunderschönen Leuchtspuren – die wir als Sternschnuppen kennen. 

Woher kommt der Name „Perseiden“?

Alle Sternschnuppen scheinen den gleichen Ausgangspunkt zu haben, der auch „Radiant“ genannt wird. Da dieser im Sternbild Perseus liegt, heißen die sommerlichen Sternschnuppen Perseiden. Perseus steht in der Nähe des auffälligen „Himmels-W“s am Firmament – den fünf Hauptsternen des Sternenbildes Kassiopeia. Die Namen der Sternbilder stammen aus der griechischen Mythologie. 

Sternschnuppenfeuerwerk »DIe Perseiden«
© Katja Frauenkron/Planetarium Hamburg

Wann kann man die Perseiden sehen?

Die ersten Sternschnuppen zeigen sich mit viel Glück zwar schon ab Ende Juli, wach bleiben lohnt sich aber ganz besonders in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Denn dann erreichen die Perseiden ihren Höhepunkt. Der wieder zunehmende Mond tritt zudem rechtzeitig unter den Horizont – beste Bedingungen, um Sternschnuppen zu beobachten! Denn so ist es in der Nacht schön dunkel.

Sucht euch trotzdem möglichst einen Ort ohne Straßenlaternen und anderes künstliches Licht, damit ihr eine gute Sicht ins Universum habt. Wollt ihr auf Nummer sicher gehen, plant am besten einen nächtlichen Ausflug aufs Land. Und habt Geduld – denn Sternschnuppen zeigen sich in Schüben. Aber: Warten lohnt sich! 

Neugierig auf mehr? In der GEOlino.de-Rubrik „Hallo Kosmos“ beantwortet Dr. Mariana Wagner euch alle Fragen rund um Planeten, Monde, Sterne und Galaxien.


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