Weltveränderer Rosa Luxemburg

Sie gilt als Symbolfigur der Freiheit und Gleichheit. Rosa Luxemburg musste den Kampf um politische Gerechtigkeit mit ihrem Leben bezahlen. Lest hier den eindrucksvollen Lebensweg Rosa Luxemburgs
Rosa Luxemburg

In Anlehnung an Karl Marx setzte sich Rosa Luxemburg für Gleichheit und Gerechtigkeit ein

Rosa Luxemburg

  • Name: Rosa Luxemburg
  • Geburtsname: Rosalia Luksemburg
  • Lebensdaten: 5. März 1871 bis 15. Januar 1919
  • Geburtsstadt: Zamość
  • Nationalität: polnisch, später deutsch
  • Zitat: "Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden, sich zu äußern."

Rosa Luxemburg war eine der einflussreichsten Frauen in der Geschichte Europas.

Wie Rosa Luxemburg lebte

Rosalia Luksemburg, bekannt als Rosa Luxemburg, wurde am 5. März 1871 in Zamość als fünftes Kind des Holzhändlers Eliasz und seiner Frau geboren. Die jüdische Familie lebte zu dieser Zeit in dem von Russland besetzen Teil Polens, das heute als „Weichselland“ bezeichnet wird. Als die Familie 1973 in die polnische Hauptstadt Warschau zog, konnte Rosa zur Schule gehen.

Sie lernte besonders gern Sprachen und konnte fließend Deutsch, Polnisch, Russisch sowie Latein und Altgriechisch. In ihrer Jugend lernte sie zusätzlich Französisch, schrieb Gedichte und Novellen und übersetzte leidenschaftlich gern Geschichtstexte vom Deutschen ins Polnische. 1884 kam Rosa auf das Gymnasium und engagierte sich erstmals politisch - auch illegal.

Die Gruppe des Proletariats wendete sich gegen die russische Regierung und bezog sich dabei auf die Schriften von Karl Marx, einem der einflussreichsten Philosophen in der Geschichte. Nachdem Rosa das Abitur als Klassenbeste bestand, musste sie wegen der Mitgliedschaft in der regierungsfeindlichen Gruppe aus Warschau fliehen. Sie ließ sich 1889 in der Schweiz nieder, um dort Fächer wie Philosophie, Mathematik, Botanik und Zoologie sowie Rechtswissenschaft und Staatswissenschaften zu belegen.

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Wie Rosa Luxemburg die Welt veränderte

Während ihres Studiums in Zürich lernte Rosa Luxemburg den Polen Leo Jogiches kennen. Sie und Jogiches lebten als Paar von 1891 bis 1906 zusammen und engagierten sich gemeinsam für den Marxismus, einer politischen Denkweise, die Gleichheit und Soziales zum Ziel hat. Im Rahmen ihrer gegründeten Zeitschrift "Sprawa Robotnicza" (deutsch: Arbeitersache) rief sie erstmals dazu auf, die Wirtschaftsordnung Kapitalismus (beruht auf Eigentum und Konsum) und die Staatsform Monarchie (Staatsoberhaupt ist ein König) in ganz Europa zum Sturz zu bringen.

1893 gründete sie mit Freunden die Partei "Sozialdemokratie des Königreiches Polen" (SDKP). Um sich der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) anzuschließen und sich besser für den von Deutschland besetzten Teil Polens einsetzen zu können, zog Rosa Luxemburg 1898 nach Berlin. Die dafür notwendige deutsche Staatsbürgerschaft erhielt sie, indem sie einen Bekannten heiratete.

Die folgenden Jahre engagierte sie sich in der SPD und arbeitete als Chefredakteurin bei der Sächsischen Arbeiterzeitung. Sie wurde international bekannt und galt als scharfzüngige und intelligente Frau. So wurde sie neben Karl Kautsky zu einem theoretischen Kopf des großen Revisionismusstreits, der die deutsche Sozialdemokratie in seinen Bann zog.

Doch sie machte sich auch Feinde: 1904 musste sie wegen „Majestätsbeleidigung“, 1906 wegen "Anreizung zum Klassenhass" für mehrere Monate ins Gefängnis. Als sie 1913 dazu aufrief, den Kriegsdienst zu verweigern, bestrafte man sie mit einem Jahr Haft.

1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Rosa Luxemburg, die unterdessen weitere Jahre unter Strafe gestellt wurde, beobachtete das Geschehen aus dem Gefängnis. Einige Male gelang es ihr, Briefe und Aufsätze nach draußen zu schmuggeln und diese in Zeitungen zu veröffentlichen. Am 8. November 1918, zur Zeit der Novemberrevolution, wurde Luxemburg entlassen. Sie reiste nach Berlin, um weitere Artikel zu verbreiten und so den Krieg zu beenden.

Mit Anhängern, unter anderem Karl Liebknecht, gründete sie den sogenannten „Spartakusbund“ (erst "Gruppe Internationale"), aus dem 1919 die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) hervorging. Wenige Tage später rufen sie zu einer von der KPD angeführten Massendemonstration gegen die SPD-Regierung sie in Berlin auf.

Parallel schreibt Rosa Luemburg für die "Rote Fahne", eine Zeitung des Bundes. Der "Spartakusaufstand" im Januar 1919, zur Zeit der Weimarer Republik, machte Rosa Luxemburg zum Regierungsfeind. Aus Angst um ihr Leben musste sie von weiteren Umsturzversuchen absehen und sich versteckt halten.

Am 15. Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg dennoch in der Wohnung eines Freundes entdeckt und ermordet. An ihrer Beerdigung nahmen rund eine Million Menschen teil. Ihr Todestag ist heute ein Gedenktag der Sozialisten.

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