Redewendung Wie ein Berserker wüten

Wie ein Berserker wüten

Jule und ihre Mutter bummeln durch die Stadt, um ein Geburtstagsgeschenk für Tante Silvia zu kaufen. „Schau mal Mama, was ist denn da los?“, sagt Jule verwundert zu ihrer Mutter und zeigt auf den Supermarkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Zwei Polizeiwagen und viele aufgebrachte Menschen stehen davor. „Oh, keine Ahnung, da scheint etwas passiert zu sein. Lass‘ uns mal nachschauen!“, sagt die Mutter neugierig zu Jule.

Sie wechseln schnell die Straßenseite. Die Schaufensterscheiben des Supermarktes sind eingeschlagen und die Polizei hat alles abgesperrt. „Oh je, was ist denn geschehen?“, fragt Jules Mutter einen Polizisten. „Hier wurde heute Morgen eingebrochen. Da drin ist alles kaputt, die haben wie die Berserker gewütet. Bitte verlassen Sie den Tatort!“, ermahnt der Polizist die beiden.

Sie ziehen weiter, aber Jule brennt noch eine Frage auf den Lippen: „Du Mama, was hat der Polizist denn gemeint, als er gesagt hat, die Einbrecher haben wie die Berserker gewütet? Das versteh‘ ich nicht.“

Die Redewendung „Wie ein Berserker wüten“, bezieht sich auf altnordische Krieger, die Bärenfelle anhatten und dann in den Krieg zogen. Die Berserker waren sehr gefürchtet, da sie immer besonders wild und gewaltsam kämpften. Deswegen benutzt man heute diese Redewendung, wenn Menschen besonders wüten und toben und dabei meistens gewalttätig sind.

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