Fotoschule Teil 1: Fotografieren mit der Digitalkamera

Wie sieht ein wirklich tolles Motiv aus? Wie werden Aufnahmen am Computer bearbeitet? In unserer Serie "Fotoschule" erklären wir euch den Umgang mit einer Digitalkamera. Heute der erste Teil

Fast jeder hat sie oder will sie zumindest haben: Die Digitalkamera. Aber was ist eigentlich so besonders an der digitalen Fotografie? Und wo ist der Unterschied zur analogen (also zur herkömmlichen) Fotografie mit Film?

Teil 1: Die Digitalkamera

Teil 2: Richtig Fotografieren mit der Digitalkamera

Teil 3: Bearbeiten der Fotos auf dem PC

Teil 4: Zusammenfassung: Was ihr beim Kauf einer Digitalkamera beachten müsst

Die Digitalkamera

Fotografieren macht Spaß - besonders, wenn ihr so viele Schnappschüsse machen könnt, wie ihr wollt. Vor der Digitalkamera war das noch so eine Sache: Schon auf der Busreise zum Klassenausflug hatte man bereits den halben Fotofilm verknipst - und sich später geärgert, wenn er nach der Hälfte des Ausflugs schon voll war. Macht ja nix, Hauptsache Schnappschüsse - sagte man sich und brachte den Film zum Entwickeln.

Doch spätestens dann kam die Überraschung: Viele Fotos sind nichts geworden. Entweder, weil es im Bus so geschaukelt hat, oder weil die Freunde in dem Moment einfach total blöd geschaut haben. So ein Mist! Mit einer Digitalkamera ist das anders. Damit könnt ihr so viele Fotos machen, wie ihr wollt - und die schlechten sofort aussortieren.

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Fotografieren macht Spaß

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Auf dem Monitor auf der Rückseite der Kamera könnt ihr die Motive sehen, die ihr fotografieren wollt - und die schon geschossenen Fotos

Alle Digitalkameras sehen unterschiedlich aus. Manche haben zum Beispiel gar keinen Sucher, weil ihr das Motiv ja eigentlich auch auf dem Monitor sehen könnt. Generell funktionieren aber die meisten Kameras gleich. Bei jeder Kamera könnt ihr den Blitz einstellen, bei den meisten Kameras könnt ihr euch auch entscheiden, welche Art der Fotos ihr machen möchtet.

Viele Modelle bieten euch zum Beispiel an, dass ihr 3D- oder Panorama-Fotografien erstellen könnt. Das ist teilweise ganz schön kompliziert und jede Kamera macht das anders. Dazu müsst ihr schon einmal genauer in die Bedienungsanleitung gucken. Wir erklären euch in unserer Fotoschule, welche Grundlagen ihr beachten solltet.

Speicherkarte statt Film

Digitalkameras speichern die Fotos auf einer Speicherkarte. Bei den analogen Kameras wurden die Bilder auf einem Fotofilm aufgenommen; der Film wurde belichtet und das Motiv ist dadurch auf das Negativ gelangt. Wenn ein Fotofilm mit 24 oder 36 Bildern dann voll war, wurde er entwickelt. Dabei sind dann die fertigen Bilder entstanden. Die Digitalkamera braucht keinen Film. Dafür hat sie die Speicherkarte, auf der Platz für jede Menge Fotos ist.

Wie viele Fotos genau auf eine Speicherkarte passen, das sagt die Größe der Karte aus. Mit Größe ist natürlich nicht gemeint, dass die Speicherkarte ganz winzig oder ganz riesig sein kann; die Größe der Speicherkarte stellt deren Inhalt dar, also den Speicherplatz. Und der wird in MB (Megabyte) oder GB (Gigabyte, 1000 MB sind ein GB) gemessen. Auf eine solche Karte können also beispielsweise 32, 64 oder 128 MB passen, oder auch 2 GB. Das ist genau so wie bei eurem Computer. Der hat auch einen Speicherplatz (nur ist der natürlich viel größer als der auf einer kleinen Speicherkarte).

Auch von Computer zu Computer ist der Speicherplatz unterschiedlich - genau wie bei den Speicherkarten. Wie viele Bilder allerdings auf eine Speicherkarte passen, kann immer unterschiedlich sein. Die Bilder haben nämlich auch verschiedene Größen - das hängt immer von der Auflösung ab. Mit der Bildauflösung wird die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) bezeichnet.

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Die Speicherkarte gehört in einen kleinen Schlitz an der Digitalkamera. Sie ist auch viel schmaler und dünner als ein herkömmlicher Fotofilm 

Fotos bestehen aus Pixeln

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Fotos bestehen aus vielen kleinen Bildpunkten. Diese Bildpunkte werden in der Fachsprache Pixel genannt. Das sind so viele kleine Pünktchen, dass man generell nur von Megapixeln, also Millionen Bildpunkten, spricht. Digitalkameras gibt es mittlerweile mit 6 oder 8 Megapixeln oder auch mit 12 oder 16 Megapixeln zu kaufen.

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Hier könnt ihr die verschiedenen Bildpunkte ganz genau erkennen; das Bild wirkt krisselig

Profis können an ihrer Digitalkamera auch noch einstellen, mit wie vielen Pixeln eine Aufnahme gemacht werden soll - denn von den Pixeln hängt die Qualität des Bildes ab. Wenn ihr ein Foto zum Beispiel am Computer auf ein DIN A4-Format vergrößern wollt, oder wenn ihr mit der Digitalkamera ganz stark zoomt, dann benötigt ihr eine höhere Auflösung - also mehr Pixel.

Auf eine Speicherkarte mit 128 MB passen etwa 100 Fotos in guter Auflösung, das heißt mit relativ vielen Bildpunkten. Auf eine Karte mit 2 GB Speicherplatz passen etwa 1000 Fotos. Ist die Speicherkarte voll, dann muss sie nicht weggeworfen werden oder, wie ein Film, zum Entwickeln gebracht werden. Ihr schließt einfach eure Digitalkamera an einen Computer an und übertragt eure Fotos.

Bei den meisten Laptops und Computern könnt ihr auch die Speicherkarte direkt in das Gerät einführen, wie eine CD. Dann könnt ihr den Inhalt der Speicherkarte löschen und sie wieder neu benutzen. Die Fotos könnt ihr dann entweder von eurem PC aus ausdrucken; ihr könnt sie aber auch, genau wie einen Fotofilm, in einem Fachgeschäft abgeben. Dann erhaltet ihr die Bilder auf schönem Fotopapier.

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Mit einem USB-Kabel könnt ihr die Digitalkamera mit dem Computer verbinden, um die Fotos dort zu bearbeiten oder auszudrucken

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