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Nix wie raus im Juni
Überall strecken Blumen und Gräser im Juni der Sonne ihre Blüten entgegen. Wiesen und Felder sind mit bunten Farbtupfern gesprenkelt. Da ist es nicht nur Zeit dafür, einen großen Blumenstrauß zu pflücken, sondern auch zum Malen, Backen und Wohlfühlen mit den Schmuckstücken der Natur!
Wasserfarbe aus Mohnblüten
„Wie dort, gewiegt von Westen, des Mohnes Blüte glänzt!
Die Blume, die am besten des Traumgotts Schläfe kränzt;
Bald purpurhell, als spiele der Abendröte Schein,
bald weiß und bleich, als fiele des Mondes Schimmer ein.“
So beschrieb 1829 der deutsche Dichter Ludwig Uhland die Mohnlandschaft. Und tatsächlich: Für nur wenige Tage im Juni blüht der purpurrote Mohn, der in der Natur den Frühsommer einläutet. Dann ist er schon aus großer Entfernung zu sehen und sticht mit seinen leuchtenden Blüten aus jeder Wiese und aus jedem Feld hervor. Selbst in der Stadt findet ihr Mohnblumen auch häufig an Straßenböschungen oder auf altem Brachland.
Was liegt da näher, als dem Mohn ein wenig von seiner leuchtenden Farbe zu stibitzen? Aus den Blütenblättern der Mohnblumen lässt sich ganz einfach Wasserfarbe herstellen. Die Farbstoffe in der Mohnblüte sind wasserlöslich und werden durch Zerreiben der Blütenblätter freigesetzt.
Für die Mohn-Farbe braucht ihr:
eine große Hand voll roter Mohnblüten-Blätter
einen Mörser
etwas feinen Sand
ein paar Tropfen Wasser
ein Glas
ein Teesieb
Und so geht’s:
1. Ihr reißt die Blütenblätter mit der Hand in kleine Stücke und gebt sie zusammen mit dem Sand und etwas Wasser in den Mörser. Mit dem Stein oder Stößel werden die Blütenblätter zerrieben, bis ein roter Saft entsteht. Je mehr Tropfen Wasser ihr hinzugebt, desto mehr Farbe erhaltet ihr. Weniger Wasser ergibt hingegen eine kräftigere Farbe.
2. Hängt das Teesieb in ein hohes Glas, in dem es noch nicht den Boden berührt, und gebt den Blütensaft hinein. Das Sieb filtert nun die Flüssigkeit heraus und ihr erhaltet im Glas die reine dunkelrote Farbe. Drückt das Sieb zum Ende noch einmal aus, so dass ihr auch wirklich die gesamte Flüssigkeit zum Malen gewinnt.
3. Nehmt nun Pinsel und Papier und probiert die Farbe aus. Überraschung! Das Rot dunkelt sehr schnell nach und ist deshalb später auf dem Papier nicht mehr so leuchtend rot wie in den Blütenblättern, sondern lila. Viel Spaß beim Malen!
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