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Nicht ganz koscher

Wenn uns etwas sehr merkwürdig vorkommt, sagen wir manchmal, dass diese Sache nicht ganz koscher ist. Hier erfahrt ihr, woher diese Redewendung stammt


Der Begriff "koscher" stammt eigentlich aus den Speisegesetzen des jüdischen Glaubens (Foto von: Tom Grill/Corbis)
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Der Begriff "koscher" stammt eigentlich aus den Speisegesetzen des jüdischen Glaubens

Nina und Luise verbringen dieses Jahr gemeinsam ihren Urlaub in der Türkei. Auf der Suche nach ein paar Schnäppchen schlendern die beiden über einen Basar. Am liebsten wollen sie sich ein paar schöne Sommerklamotten kaufen. Nachdem sie sich eine Weile umgesehen haben, fällt ihnen ein Stand mit schicken Markensachen auf. "Oh, schau mal!", sagt Nina, "So ein T-Shirt wollte ich schon immer mal haben!" "Stimmt, das sieht super aus. Aber diese Markensachen sind so teuer. So viel Taschengeld haben wird gar nicht dabei", erinnert Luise ihre Freundin. "Lass uns doch wenigstens mal schauen." Nina hat Luise überzeugt und die beiden nähern sich dem Stand. Überrascht stellt Luise fest: "Komisch, die Sachen sind ja gar nicht so teuer wie gedacht." "Ist doch super!", freut sich Nina "dann kann ich mir das T-Shirt ja doch noch kaufen. Ich …" "Moment mal", unterbricht Luise ihre Freundin "die Sache ist mir nicht ganz koscher! Das sind bestimmt gefälschte Sachen. Das ist illegal!"

Manchmal ist etwas nicht ganz koscher. Damit ist gemeint, dass uns diese Sache merkwürdig, bedenklich und nicht richtig vorkommt.

Der Begriff "koscher" stammt aus dem Hebräischen und bedeutet so viel wie "rein", "tauglich" oder auch "geeignet". Im Judentum benennt er Speisen, die ohne religiöse Bedenken gegessen werden können. Dazu gehören zum Beispiel Obst oder Gemüse. Nicht koscher sind dagegen Gerichte, die aus Milch- und Fleischprodukten bestehen, die Blut enthalten oder von bestimmten Tieren, wie etwa Schweinen oder Krebstieren, stammen. Der Begriff "koscher", den Luise im Rahmen der Redewendung "etwas ist nicht ganz koscher" benutzt, hat also schon eine sehr lange Tradition.

Die beiden Freundinnen haben sich entschlossen, die Klamotten am Stand nicht zu kaufen. Zwar ist Nina ziemlich enttäuscht, da sie das T-Shirt so gern gehabt hätte, aber auch sie hat keine Lust mit einem gefälschten Shirt rumzulaufen und auch noch die illegalen Geschäfte der Fälscher zu unterstützen.


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