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Er kam, sah und siegte: Julius Cäsar

Kaum ein römischer Staatsmann ist heute noch so berühmt wie Julius Cäsar. Er herrschte über das römische Imperium, eroberte das heutige Frankreich, hatte eine Affäre mit der ägyptischen Königin Kleopatra - und sagte über sich selbst: "Veni, vidi, vici" ("ich kam, ich sah, ich siegte")


Es ist das Jahr 100 vor Christus. Gaius Iulius Caesar wird in Rom als Sohn einer bedeutenden Familie geboren. Schon als junger Mann ist er sehr ehrgeizig und will in die Politik gehen, doch der damalige Diktator Sulla ist gegen ihn. Sulla verlangt sogar, dass Cäsar sich von seiner Frau Cornelia scheiden lässt, weil ihre Familie eine andere politische Meinung vertritt als Sulla selbst.

Deshalb verlässt Julius Cäsar Rom und geht zunächst ins Ausland: Er reist in den Osten, studiert in Rhodos Redekunst und wird Statthalter in Spanien, bevor er in seine Heimat zurückkehrt und dort niedrige Ämter übernimmt. Als seine Frau Cornelia stirbt, heiratet Cäsar Sullas Enkelin Pompeia, und gewinnt durch ihre Verwandtschaft noch mehr Ansehen in Rom. Doch schon nach wenigen Jahren lässt er sich von Pompeia scheiden.


Julius Cäsar will hoch hinaus

Cäsars Ziel jedoch ist ganz klar: Er möchte Konsul von Rom werden, um viel Macht im Staat zu besitzen - doch viele der Senatoren wollen das verhindern, weil sie andere politische Ansichten vertreten. Deshalb schließt Cäsar sich mit zwei Verbündeten zusammen: Marcus Licinius Crassus und Gnaeus Pompeius Magnus. Crassus ist zu dieser Zeit der reichste Mann Roms, Pompeius ein erfolgreicher General, und Cäsar selbst hat großen politischen Einfluss und ist sehr bekannt. Zusammen gründen sie die Dreimännerherrschaft, das so genannte Triumvirat, und regieren so das römische Reich.


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Julius Cäsars Feldzüge in Gallien

Um sein Herrschaftsgebiet als einflussreicher Prokonsul zu erweitern, zieht Cäsar 58 vor Christus nach Gallien. Dort nimmt er einen Ort nach dem anderen ein - denn in Gallien gibt es zu diesem Zeitpunkt viele kleine Dörfer, die untereinander verfeindet sind. Sein Heer ist den kleinen Stämmen überlegen, so dass er die Macht über Gallien gewinnt; ein Gebiet, das heute Frankreich, die Niederlande und Belgien umfasst.

Zehn Jahre lang ist der Feldherr dafür in Gallien unterwegs, leitet sein Herr taktisch klug und führt erbitterte Kämpfe. Der große Feldherr überquert sogar den Rhein, zieht nach Germanien und über den Ärmelkanal bis nach Britannien - doch diese Gebiete kann Cäsar nicht einnehmen.


Rom, Griechenland, Ägypten

Nach vielen ruhmreichen Siegen muss Cäsar dann aber nach Rom zurückkehren. Sein Mitkonsul Crassus ist auf einem Feldzug gestorben und Pompeius, der dritte Verbündete, will den Staat nun allein regieren.

Das will Cäsar natürlich nicht hinnehmen; schließlich ist auch er Konsul von Rom. Er sagt Pompeius den Kampf an. Pompeius flieht nach Griechenland, doch Cäsar folgt ihm und besiegt sein Heer. Aber Pompeius kann entkommen und zieht weiter nach Ägypten. Dort lässt ihn der damalige ägyptische König Ptolemaios XIII. ermorden. Cäsar selbst macht sich auch auf den Weg nach Ägypten und trifft dort Kleopatra, die schöne Tochter des Königs und spätere Herrscherin des Landes. Er verliebt sich in sie und bleibt für einige Zeit in Ägypten. Zusammen bekommen sie einen Sohn, Cäsarion - während seine dritte Frau Calpurnia, die er schon vor seinem Aufbruch nach Gallien heiratete, in Rom auf ihn wartet.



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