Sommer, Sonne, Sonnenbrand Wie Sonnenbrand entsteht - und wie ihr euch schützt

Strahlender Sonnenschein ist wunderschön - aber auch gefährlich. Denn das Licht hat zerstörerische Kraft. Tückisch ist: Meist spüren wir das erst, wenn unsere Haut schon verbrannt ist…
Sonnenschutz bei Kindern

Die Folgen eines Sonnenbrandes sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen. Wer nicht rot sehen will, schmiert seine Haut mit Sonnencreme ein

Sommer, Sonne – raus mit euch! Denn was gibt es Schöneres, als an sonnigen Tagen draußen im Park zu spielen, im Garten Eis zu schlecken oder im Freibad zu planschen, um sich dann von der Sonne trocknen und aufwärmen zu lassen? Doch – passt bei alledem auf eure Haut auf. Denn gerade jetzt im Hochsommer herrscht Alarmstufe Rot: Sonnenbrandgefahr!

Die Sonne heizt uns nicht nur ein und sorgt für Super-Sommertage. Sie schickt auch ultraviolettes Licht auf die Erde: die UV-A- und UV-B-Strahlen. Diese sind für das menschliche Auge unsichtbar – gehen dafür aber wahrlich unter die Haut. UV-A-Strahlen dringen tief in unsere äußere Schutzhülle ein, schädigen dort Zellen. UV-B-Strahlen erreichen dagegen nur die Oberhaut und schädigen dort die Erbsubstanz DNS in den Hautzellen. So kann Hautkrebs ausgelöst werden.

Melanin schützt unsere Haut vor der Sonnenstrahlung

Die Haut reagiert – mit Sonnenbrand. Sie entzündet sich, errötet, brennt, juckt und löst sich wie bei einer Verbrennung bisweilen sogar in Fetzen ab. Die Rothaut ist also wahrlich nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte – Kinder schon gar nicht.

Damit uns die gefährlichen Strahlen nicht zu sehr auf die Pelle rücken, startet unser Körper einen genialen Vorgang. Er produziert sein eigenes „Sonnenschutzmittel“: den Farbstoff Melanin, der dann für Bräune sorgt. Dieser wird von speziellen Hautzellen, den Melanozyten, vermehrt gebildet, sobald sie durch UV-Licht aktiviert werden.

Wie viel schützendes Melanin sich in der Haut sammeln kann, ist von Mensch zu Mensch verschieden – Typsache eben. Wer bis auf ein paar rotbraune Sommersprossen eher blass um die Nase ist, dazu noch rötliche oder blonde Haare hat, zählt zum gefährdetsten „Hauttyp 1“.

Kaum bis gar kein Melanin schützt die Haut, die darum gar nicht braun, sondern sogleich rot wird. Die sogenannte Eigenschutzzeit der Haut beträgt bei diesen Menschen kaum mehr als zehn Minuten – dann sollten sie ihren Platz an der Sonne schnell gegen Schatten eintauschen.

Jeder Hauttyp muss sich vor Sonnenbrand schützen

Je dunkler Haut und Haar, desto länger kann man in der Sonne verweilen, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Menschen des Hauttyps 2, die meist blond sind, werden immerhin etwas braun – und bleiben ohne zusätzlichen Schutz maximal 20 Minuten lang vom Sonnenbrand verschont.

Ein 30-minütiges Sonnenbad macht Menschen mit dunklen Haaren, braunen oder grauen Augen und gebräunter Haut (Hauttyp 3) wenig aus. Allerdings ist selbst bei Menschen mit dunkler Haut und dunkelbraunen oder schwarzen Haaren (Hauttyp 4) der hautgemachte Sonnenschutz nach etwa 40 Minuten erloschen. Es kann also wirklich jeder einen Sonnenbrand bekommen.

Und daher solltet ihr – ganz gleich, was für einen Hauttyp ihr habt – an Sonnentagen auf die Tube drücken: die mit der Sonnencreme. Die Zahl auf der Verpackung ist der sogenannte Lichtschutzfaktor. Er gibt an, wie sich die Eigenschutzzeit verlängert, wenn man sich mit der entsprechenden Creme schützt. Der Lichtschutzfaktor 30 etwa lässt uns 30-mal länger die Sonne genießen, ohne zu verbrennen. Wer sehr lange draußen ist oder zwischenzeitlich baden geht, schmiert besser noch mal nach – um am Abend ja nicht rot zu sehen.

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