Tierlexikon Streifentenrek

Auf der afrikanischen Insel Madagaskar sind viele Tiere äußerst speziell. Und das gilt auch für Streifentenreks!
Tanrek, Streifentenrek

Der Igel Madagaskars

Makis, Fossas, Geckos. Mangusten, Chamäleons, Giftfrösche. Auf und über Madagaskar schleichen, streifen, jagen, klettern, hüpfen und huschen so viele unterschiedliche Tiere wie in sonst kaum einer Region der Erde. Zig Arten kommen auf der Insel vor Südostafrika vor, die es sonst nirgends auf der Welt gibt. Darunter auch: Streifentenreks – die Kratzbürsten des Regenwaldes.

Tatsächlich sehen diese winzigen Waldläufer aus wie Bürsten, mit denen der Boden etwas zu häufig geschrubbt wurde. Oder auch wie ungekämmte Igel: Ihre Borsten und Stacheln auf Kopf und Rücken stehen in alle Himmelsrichtungen ab. Im Nacken wachsen die Stacheln sogar Auf der afrikanischen Insel Madagaskar sind viele Tiere äußerst speziell. Und das gilt auch für Streifentenreks …auf zwei bis drei Zentimeter Länge heran. Fallen sie aus, wachsen sie nach. Gut so!

Denn wer gerade mal so lang ist wie eine Schokoladentafel, muss möglichen Angreifern entkommen – oder ihnen drohen können: Eigentliche Streifentenreks richten dazu Borsten und Stacheln auf. Lassen sich Fressfeinde wie Fossas oder Ringelschwanzmungos von dieser Punkfrisur nicht abschrecken, gehen die Tenreks zum Angriff über: Kopf voran stürzen sie sich auf den Gegner und bohren ihm ihre mit Widerhaken besetzten Spieße in die Haut. Autsch!

Verbreitungsgebiet des Streifentenreks

Karte: Verbreitungsgebiet der Streifentenreks

Allgemeines über Streifentreks

Zwei Arten zählen zur Gattung Streifentenrek: der Eigentliche Streifentenrek, wissenschaftlich Hemicentetis semispinosus, den wir euch hier vorstellen, und der Schwarzkopftenrek. Streifentenreks gehören zur Familie der Tanreks oder Tenreks (Tenrecidae). Sie leben in den tropischen Regenwäldern im Osten der Insel Madagaskar.

Größe und Gewicht

Die Eigentlichen Streifentenreks sind mit bis zu 280 Gramm bei einer Größe von durchschnittlich 14 Zentimetern schwerer als die „Schwarzköpfe“: Diese sind gleich lang, wiegen aber nur bis zu 150 Gramm.

Nahrung: Was frisst ein Streifentenrek?

Der Tenrek-Speiseplan ist wenig abwechslungsreich: Sie hapsen nach Regenwürmern, Regenwürmern, Regenwürmern und anderen Wirbellosen. Ab und zu vertilgen sie auch Insektenlarven.

Fortpflanzung: Nachwuchs bei den Streifentenreks

Nach 55 bis 58 Tagen bringen die Weibchen ein bis elf nur ein paar Gramm leichte, noch blinde und taube Junge zur Welt. Nach spätestens zehn Tagen verlassen sie erstmals das Nest.

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