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Redewendung Ein X für ein U vormachen

Redewendung: Ein X für ein U vormachen
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"Glaub' dem kein Wort! Der macht dir ein X für ein U vor!" Das sagt man, wenn jemand eine andere Person betrügen will. Dabei sehen die beiden Buchstaben doch völlig verschieden aus.

Im lateinischen Alphabet steht der Buchstabe U allerdings für das V, und das V ist gleichzeitig das Zeichen für die Zahl Fünf. Das kennt ihr bestimmt aus der alten lateinischen Schreibweise: I ist Eins, V ist Fünf und X ist Zehn. Und aus einem V lässt sich ganz leicht, wenn man einfach die beiden Striche nach unten verlängert, ein X machen - so werden auf einer Rechnung aus fünf Geldstücken zehn Geldstücke.

Wenn Schuldner früher ihre Geldbeträge bezahlen mussten, wurde ihnen oft ein X für ein V vorgemacht; ihre Gläubiger hatten durch diesen simplen Trick ganz einfach die Summe auf dem Schuldschein verdoppelt. Und weil der Buchstabe U für das V steht, heißt es heute "ein X für ein U vormachen", wenn es sich um Täuschungen oder Betrügereien handelt.


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