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Redewendung Denkzettel verpassen


Redewendung: Ursprünglich hieß der Denkzettel auch "Schandzettel"
Ursprünglich hieß der Denkzettel auch "Schandzettel"
© Colourbox

"Erwin hat wieder heimlich deine Schokolade gegessen." "Na warte, dem verpass ich einen Denkzettel!" Oha – da hat Erwin wohl nichts Gutes zu erwarten. Denn als Denkzettel bezeichnet man meist eine Strafe, die den Betroffenen zum Nachdenken bringen soll. Manchmal ist aber auch eine Lehre gemeint, die jemand aus einer unangenehmen Erfahrungen ziehen soll.

Jemandem einen Denkzettel geben ist wieder mal eine Redewendung, die sich aus dem späten Mittelalter bis zu uns gerettet hat. Damals gab es auch schon so etwas wie gerichtliche Vorladungen, die so genannten "Gedenkzettel". Darauf war schriftlich der Termin vermerkt. Später bekamen dann Schüler an Klosterschulen einen "Schandzettel" um den Hals gehängt, wenn sie etwas falsch gemacht hatten.

Dieser "Denkzettel" musste zum Teil mehrere Tage mit herumgetragen werden. So wurde man zum Gespött der Leute und - hoffentlich - von zukünftigen Fehltritten abgehalten.

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