Redewendung Außer Rand und Band sein

Jeder ist ab und zu so richtig aufgedreht. Redensartlich sind wir in diesen Momenten "außer Rand und Band". Wir erzählen euch, was es mit dieser Redewendung auf sich hat
Kinder, Party, Geburtstagsfeier

"Jetzt haltet doch endlich mal den Mund! Was ist denn los mit euch, ihr seid heute ja völlig außer Rand und Band", ruft die Lehrerin entnervt in die 6b, die heute mal wieder kaum dem Unterricht folgt, sondern nur Blödsinn macht. Doch warum ist jemand, der übermütig und ausgelassen ist, "außer Rand und Band"?

Außer Rand und Band sein: Das steckt hinter der Redensart

Die Wendung stammt ursprünglich aus der Böttchersprache. Ein Böttcher oder auch Küfer, Büttner oder Fassbinder - das sind alles verschiedene Begriffe für denselben Beruf - ist ein Handwerker, der Gefäße wie Fässer, Bottiche und Kübel aus Holz herstellt. Der Böttcher setzt aus gebogenen Hölzern, den Dauben, seine Fässer zusammen. Wenn die Dauben aus dem "Rand", also der Umfassung am Fassboden, und aus den eisernen "Bändern" geraten, die sie zusammenhalten, dann ist das Fass undicht - oder bricht gleich ganz zusammen.

Redewendung, Sprache, Grammatik
Sprache
Redewendungen
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