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Redewendung Eulen nach Athen tragen

Eule
Eule
© Colourbox
Habt ihr schonmal davon gehört, jemand hätte Eulen nach Athen getragen? Wir erklären, was hinter der deutschen Redewendung steckt!

"Jeder bringt was mit!", hieß es vor dem Grillfest. Tim hat sich dafür entschieden, einen Salat mit Tomate und Mozzarella zuzubereiten. Eigentlich eine prima Idee. Aber als er den Tisch mit den Salaten sieht, umwölkt sich seine Stirn. Denn da stehen schon zehn Tomate-Mozzarella-Salate. Dumm gelaufen! "Toll, das ist ja wie Eulen nach Athen tragen!", denkt er sich.

Wie die Redewendung "Eulen nach Athen tragen" entstand

Der Ausspruch "Eulen nach Athen tragen" ist über 2400 Jahre alt und stammt aus der Komödie "Die Vögel" des griechischen Dichters Aristophanes. Das Symbol der Schutzgöttin der Stadt Athen – Athene – war die Eule. In der griechischen Mythologie steht dieser Vogel für Weisheit.

Überall in Athen waren Eulen zu sehen, zum Beispiel in Form von Statuen und Bildern. Wenn jemand also Eulen nach Athen trug, dann tat er etwas vollkommen Überflüssiges. Denn Eulen gab es in der Stadt ja schon genug.

Eine andere Deutung bezieht sich auf das Geld der alten Athener. Wie auch heute noch auf dem griechischen Euro, war die Eule auch auf den athenischen Silbermünzen abgebildet. Deshalb wurden die Taler auch "Eulen" genannt. Doch von diesen "Eulen" hatte der reiche Staat genug, denn Athen war in der Antike eine sehr reiche Stadt. Die Bürger brauchten Mitte des 5. Jahrhunderts kaum Steuern zu zahlen. (Noch mehr) Eulen, also Geld, nach Athen zu tragen war also unnötig.

Heutige Abwandlungen der Redensart sind beispielsweise "Holz in den Wald tragen" oder "Käse in die Schweiz rollen".

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