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Präsidentschaftswahl in den USA


Die USA haben gewählt: Barack Obama bleibt für weitere vier Jahre Präsident der Vereinigten Staaten. Aber wie funktioniert die Wahl in den USA überhaupt? GEOlino.de klärt euch auf

Das Wahlsystem in den USA

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird alle vier Jahre ein neuer Präsident gewählt. Meistens gehören Kandidaten den beiden größten Parteien an, den Demokraten und den Republikanern.

Die Bürger wählen den Präsidenten aber nicht direkt. Sie geben ihre Stimme für einen sogenannten Wahlmann ihres Bundesstaates ab. Pro Bundesstaat gibt es unterschiedlich viele Wahlmänner, insgesamt sind es 538 Wahlmänner aus 50 Staaten. Am Ende der Wahl wird ausgezählt, wer in jedem einzelnen Staat gewonnen hat. Alle Wahlmänner des jeweiligen Staates wählen daraufhin ihren Gewinner. Dadurch gehen alle die Stimmen verloren, die für den anderen Kandidaten gestimmt haben. Diese Besonderheit nennt sich die "The winner takes it all"-Regel ("Der Gewinner bekommt alle Stimmen"). Dieses schwierige Wahlsystem kann sogar dazu führen, dass ein Kandidat Präsident wird, obwohl er weniger Stimmen bekommen hat als sein Konkurrent.

Barack Obama kurz nach seiner Wiederwahl in Chicago
Barack Obama kurz nach seiner Wiederwahl in Chicago
© Saul Loeb/AFP/Getty Images

Die Wahl 2012

Zur Wahl in diesem Jahr stand Barack Obama (51 Jahre alt, geboren in Honolulu/Hawaii) mit seiner Demokratischen Partei. Er war bereits die vorigen vier Jahre Präsident der USA. Gegen ihn trat Mitt Romney von den Republikanern an.

Obama ist der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten. Unter dem Wahlmotto "Yes, we can", was so viel bedeutet wie "Ja, wir schaffen das" setzt er sich für eine gesetzliche Krankenversicherung, erneuerbare Energien und den Abzug amerikanischer Soldaten aus Kriegsgebieten ein.

Der Republikaner Mitt Romney traute sich, gegen den beliebten Präsidenten anzutreten. Romney (65 Jahre alt, geboren in Detroit/Michigan) hatte einen "Fünf-Punkte-Plan" für seine Amtszeit vorgesehen: Er wollte eine heimische Energieproduktion entwerfen, das Bildungssystem stärken, neue internationale Kontakte knüpfen, den Staatshaushalt, also das finanzielle Wesen der USA, stärken und gleichzeitig Unternehmen weniger Steuern abnehmen.

Die Wähler haben entschieden - für Barack Obama

Am 7. November um sechs Uhr morgens deutscher Zeit stand das Ergebnis fest: Barack Obama ist der neue und alte Präsident der Vereinigen Staaten von Amerika. Auf seinem Arbeitsplan, im politischen Sinne immer Agenda genannt, steht einiges: So sagte Obama, er wolle das eher schlechte Ansehen der USA in der Welt verbessern, friedliche Gespräche mit Staatschefs verfeindeter Länder wie dem Iran, Nordkorea oder Syrien führen und innerhalb seines Landes für Gesundheit, weniger Armut und mehr Arbeitsplätze sorgen. Sein Leitmotto ist auch in dieser Wahlperiode: "Yes, we can!"

Die Bedeutung der Wahlen für die ganze Welt

Die USA sind eine Weltmacht und der US-Präsident gilt als der mächtigste Mann der Welt. Das liegt unter anderem daran, dass die USA so groß sind - fast 30 mal größer als Deutschland. Auch die Außenpolitik des Landes macht sich bei uns bemerkbar: Die USA haben eine große Armee, die sie weltweit einsetzen können. So entstand auch der verheerende Krieg im Irak. Außerdem sind die USA wichtig für den weltweiten Handel: Viele Firmen und große Unternehmen sind dort ansässig. Würden die reichen USA die Geschäfte mit den anderen Ländern abbrechen, wären große Geldmengen in Gefahr und Staatsschulden vorprogrammiert. Wer die USA als Präsident also lenkt, hat großen Einfluss auf den Rest der Welt.

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