Fotowissen Fotografieren

Wie baut man ein Bild auf? Wann benutzt man den Blitz - oder lässt es besser bleiben? Wie gelingen Porträt-, Tier- oder Landschaftsaufnahmen? Tipps und Tricks rund ums Fotografieren gibt es hier!
In diesem Artikel
Jetzt macht es Klick!
Porträts: Ach Mensch!
Tierfotografie: Hund, Katze, Maus
Perspektive: Der richtige Blickwinkel

Jetzt macht es Klick!

Mit diesem GEOlino-Taschenwissen geben wir euch Klick für Klick den Kick! Denn das Mini-Lexikon richtet seinen Fokus auf Tricks und Tipps rund um das perfekte Foto. Auf all das zoomen wir auf den folgenen Seiten!

Doch bevor ihr auf den Auslöser drückt, solltet ihr...

… den Akku aufladen! Nichts ist ärgerlicher, als vorm Eiffelturm in Paris zu stehen, und der Akku macht schlapp.

… das Objektiv säubern. Selbst winzige Fusseln verschusseln eure Fotos. Pustet die Linse dazu vorsichtig ab (ohne Spucke). Oder nehmt ein Mikrofaser- oder Baumwolltuch: Die Fasern sind weicher als jene von Papiertüchern.

… euch am Riemen reißen – und diesen benutzen, damit euch die Kamera nicht herunterfällt.

Speicherkarten einpacken. Digitalkameras haben zwar oft einen internen Speicher. Der ist meist jedoch nicht größer als 30 bis 50 Megabyte (MB) – das reicht nur für wenige Aufnahmen. Schützt die Speicherkarten vor Wasser, Staub und Hitze.

Tipp: Die richtige Speicherkarte

Speicherkarten können unterschiedlich "groß" sein, das heißt, sie haben unterschiedlich viel Speicherplatz, etwa 256 MB, 32 Gigabyte (GB) oder mehr. Wie viele Bilder auf eine Karte passen, hängt von Bildgröße und Bilqualität der Fotos ab. Beide lassen sich in der Kamera einstellen. Plant ihr, später Abzüge von euren Bildern zu machen, solltet ihr höhere Einstellungen wählen. Auf eine 1-GB-Karte passen dann bis zu 250 Fotos. Nehmt in eure Ferien am besten mehrere "kleine" Karten mit. Geht mal eine kaputt, sind so nicht gleich alle Bilder futsch!

Licht: Strahlend schöne Bilder

Das sind die Licht- und Schattenseiten dieses Taschenwissens! Schließlich hat es einen entscheidenden Einfluss auf eure Bilder, ob ihr zur Mittagszeit oder in der Dämmerung, bei Kunst- oder mit Gegenlicht fotografiert. Achtet darum nicht zuletzt auf die Richtung, aus der das Licht auf euer Motiv fällt:

Fünf Tipps zum Fotografieren mit Licht

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1.: Vermeidet, euer Motiv direkt von vorn anzuleuchten. Auf dem Foto sind später kaum Schatten zu erkennen: Das sieht flach und leblos aus. Schöner wirkt Licht von der Seite.

2.: Wenn zur Mittagszeit die Sonne fast senkrecht am Himmel steht, sind die Schatten kurz und scharf, das Licht ist hart. Besser eignen sich die "goldenen Stunden" nach Sonnenauf- und vor Sonnenuntergang zum Fotografieren, wenn das Licht "warm" ist. Einzig Detailaufnahmen, etwa von Gebäuden, lassen sich auch nachmittags gut machen.

3.: Weicher wirkt Licht, je weiter seine Quelle entfernt ist. Und je größer die Fläche ist, von der es abstrahlen kann: etwa ein bewölkter Himmel.

4.: Fotografiert ihr mit Gegenlicht, werden die Motive eurer Fotos meist ziemlich dunkel. Blöd, wenn ihr schöne Porträts schießen möchtet. Toll, wenn eure Bilder aussehen sollen wie Scherenschnitte!

5.: Schaltet für Nachtaufnahmen den "Nachtmodus" eurer Kamera ein. Benutzt ein Stativ (oder stellt die Kamera auf eine feste Unterlage, etwa eine Mauer). Denn: Der Nachtmodus verlängert die Belichtungszeit. Das heißt, der Verschluss der Kamera bleibt länger offen, damit das Bild heller wird. Damit steigt aber auch die Verwacklungsgefahr.

Wie ihr tolle Porträt-Fotos schießen könnt, erklären wir euch auf der nächsten Seite!

Porträts: Ach Mensch!

So rückt ihr Personen ins richtige Licht:

- Knipst Porträts auf Augenhöhe: Kniet euch dafür hin oder klettert auf ein Mäuerchen. Von unten fotografiert, sehen Personen größer aus – und Papi bekommt vielleicht ein Doppelkinn. Von oben wirken Leute kleiner.

- Porträts unter Neonlicht wirken kühl. Hilfreich: Schaltet den Blitz ein! Den solltet ihr auch nutzen, wenn ihr Menschen draußen fotografiert, denen der Schatten einer Häuserwand ins Gesicht fällt.

- Drückt mehrfach auf den Auslöser. Und lasst eure "Models" dabei nicht immer in die Kamera gucken, sondern auch mal in die Ferne.

- Gute Porträts sind mehr als reine Kopfsache: Fotografiert Personen in ihrer Umgebung, beim Klettern oder Sandburgenbauen. Aber: Schaut euch den Hintergrund genau an! Manchmal "wachsen" Menschen auf Fotos wie in unserem Beispiel oben links Äste oder Brückenpfeiler aus dem Kopf …

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Schlechtes Porträt (l.) und gut fotografiertes Porträt (r.)

Tipp: Gruppenbilder

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Schulter an Schulter, in Reih und Glied? Laaangweilig! Stapelt Familie oder Freunde für Gruppenfotos wie die Bremer Stadtmusikanten auf einer Statue, lasst sie Menschenpyramiden bauen oder grabt alle bis zum Hals in den Sand ein.

Landschaften: So weit, so gut

Stellt zuerst den "Landschaftsmodus" eurer Kamera ein. Ansonsten müsst ihr für schöne Aussichten im Fotoalbum bei Landschaftsaufnahmen vor allem den Horizont im Blick haben. Der teilt euer Bild. Und das am besten nicht genau in der Mitte: Sonst fehlt dem Foto der Fokus. Überlegt also, was den Reiz des Bildes ausmacht: der Himmel mit den dicken Wattewolken? Platziert den Horizont nach unten. Die Wiese mit all ihren rot leuchtenden Blumen? Dann sollten Horizont und Himmel nur im oberen Drittel zu sehen sein.

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Wie ihr eure vierbeinigen Freunde ins beste Licht rückt, erfahrt ihr auf der nächsten Seite!

Tierfotografie: Hund, Katze, Maus

Tiere zu Fotografieren ist nichts, wenn es mal schnell gehen soll. Denn: Das A und O der Tierfotografie sind Zeit und Geduld! Ob Haus-, Zoo- oder Wildtier:

- Beobachtet zunächst das Verhalten eurer "Models".

- Geht so nah wie möglich an die Tiere ran. Das gilt natürlich nicht für die Jeep-Safari in Afrika …! Und ebenso wenig für die Kegelrobben vor der Insel Helgoland: Naturschutz steht an oberster Stelle. Wenn ein Schild darauf hinweist, 30 Meter Abstand zu halten, dann heißt das: 30 Meter Abstand halten! Nutzt den Zoom eurer Kamera.

- Setzt den Fokus auf die Augen. Wenn ihr nicht gerade Giraffen ablichtet, heißt das: hinknien oder -legen!

- Habt ihr Haustiere vor der Linse, kann es hilfreich sein, für Fiffi, Muschi oder Hasi ein Leckerli dabei zu haben.

- Für Fotos aus dem Zoo erkundigt euch bei Tierparks nach den Fütterungszeiten der Tiere. Denn kurz bevor es was zu fressen gibt, ist in den Gehegen meist ordentlich was los!

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Perspektive: Der richtige Blickwinkel

Beim Fotografieren lohnt es sich, mit der Perspektive zu spielen. Schon ein stinknormaler Pfosten wirkt wie ein Turm, wenn ihr euch beim Fotografieren auf den Boden werft.

Für den Durchblick:

Das Wort Perspektive geht auf das lateinische Wort perspicere zurück, das "hindurchsehen" bedeutet. Der Begriff meint die Möglichkeit, dreidimensionale Objekte auf zweidimensionalen Ffächen – Fotos zum Beispiel – abzubilden und dennoch einen räumlichen Eindruck zu erwecken.

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Zoom und Makro: Ganz nah dran

Nahaufnahmen werden auch Makroaufnahmen genannt, etwa von Muscheln, Insekten oder Blumen. Der Abstand zwischen Linse und Motiv ist gering. Damit das Motiv später scharf zu sehen ist, stellt ihr in eurer Kamera den Modus "Makro" ein.

Mit dem Zoom wiederum könnt ihr ein entferntes Motiv näher "ranholen" und einen anderen Bildausschnitt wählen!

Tipp: Wollt ihr ein Porträt von einer Person schießen und dabei den Hintergrund verschwimmen lassen, tretet ihr ein paar Schritte zurück und zoomt die Person heran. So lenkt ihr den Autofokus einzig und allein auf das Gesicht.

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Dies ist eine Makroaufnahme

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Isst du gern Reis mit Ameisen? Schläfst du selbst in Gesellschaft von Ratten und Kakerlaken gut? Hast du Spaß daran, stundenlang platt auf dem Bauch vor einem Kuhfladen zu liegen? Wenn du wenigstens eine dieser Fragen mit ja beantwortet hast, hast den ersten Eignungstest zum GEOlino-Fotografen bestanden
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