Redewendung Sündenbock sein

Der Sündenbock sein

Du bist mit deiner kleinen Schwester auf dem Spielplatz. Plötzlich gibt es großes Geschrei – sie ist vom Klettergerüst gefallen. Du bringst deine weinende Schwester mit der Beule am Kopf nach Hause. Dort angekommen schimpft deine Mutter, du hättest nicht gut genug auf sie geachtet und verpasst dir eine Woche Computerverbot. Sie hat dich also zum Sündenbock und damit für etwas verantwortlich gemacht, wofür du gar nichts konntest.

Woher kommt das Wort Sündenbock eigentlich und was hat es mit diesem Tier auf sich? Diese Redewendung hat ihren Ursprung in einer Sühnepraxis der Juden. Dabei wurden 2 Böcke aus der Herde einer Gemeinde ausgesucht. Dann wurde per Los entschieden, welcher der beiden dem Gott Jahwe geopfert werden sollte. Der andere bekam durch das Handauflegen eines Priesters alle Sünden des Volkes auferlegt und wurde dann in die Wüste gejagt – er wurde also zum Sündenbock gemacht, obwohl er selbst keine einzige der Sünden begangen hatte.

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