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Raumfahrt: 40 Jahre Mondlandung
Vor 40 Jahren hat zum ersten Mal ein Mensch den Mond betreten: Am 21. Juli 1969 setzte der Apollo-11-Kommandant Neil Armstrong seinen Stiefel in den Staub des Erdtrabanten. Nun gibt es Pläne für neue Expeditionen
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Der Feuerball bläht sich vollkommen lautlos auf. Er schwillt an, wird größer und größer. Dann gleitet die Rakete über ihm fast senkrecht in den Himmel. Erst einige Sekunden später dringt das Donnergrollen des Starts an die Ohren des Reporters.
Lauschen ins All
"Diesen Moment werde ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen", erklärt Peter Sartorius heute, 40 Jahre später. Damals stand er nur vier Kilometer von der Startrampe entfernt in Cape Kennedy im US-Bundesstaat Florida. "Die Vorstellung, dass da drei Menschen in diesem Geschoss sitzen und sich gerade auf den Weg zum Mond machen, war für mich der aufregendste Augenblick der ganzen Mission."
Während die Astronauten Neil Armstrong, Edwin Aldrin und Michael Collins am 16. Juli 1969 von der Erde zum Mond reisen, düst der 32-jährige Peter Sartorius von Florida nach Houston im US-Bundesstaat Texas. In der Kommandozentrale der Mond-Mission überwachen zahlreiche Wissenschaftler den Flug, halten Funkkontakt zu den Astronauten und geben ihnen Anweisungen. Peter Sartorius beobachtet die Live-Bilder aus dem All, lauscht den Funksprüchen und verfolgt Pressekonferenzen - direkt im Nebenbau. "Es war, als wäre ich dem Mond dadurch ein Stückchen näher als andere Menschen", berichtet er.
Im Flugkontrollzentrum
Der Journalist hatte schon lange von der Mondlandung geträumt. Als manch ein Forscher sich noch ereiferte, solch ein Projekt sei unmöglich, ja absurd, hatte er bereits bei der NASA angerufen, der US-amerikanischen Weltraumbehörde, und sich einen Platz im Flugkontrollzentrum in Houston gesichert. Das war Jahre, bevor die Mond-Mission "Apollo 11" anlief.
Nach dem Raketenstart prasseln neun Tage lang ununterbrochen Informationen auf die anwesenden Reporter ein: Sie erfahren, wie die Astronauten zum Schwungholen einmal um die Erde düsen und dann Kurs auf den Mond nehmen. Während sie ihn umkreisen, koppeln die Männer die Mondlandefähre "Eagle", auf Deutsch "Adler", vom Raumschiff ab. Darin sitzen Neil Armstrong und Edwin Aldrin - und beginnen mit dem Landeanflug. Michael Collins wartet im Mutterschiff auf ihre Rückkehr.
Auf der Erde rattert Peter Sartorius einen Bericht nach dem anderen auf seiner Schreibmaschine herunter und schickt die Artikel an Zeitungen nach Deutschland - ohne zu wissen, ob seine Texte gedruckt werden. Dass sie bereits fast überall zu lesen sind, weiß er damals noch nicht. Aber der Journalist ist auch viel zu beschäftigt, um darüber zu grübeln. All seine Gedanken sind im All, bei Neil Armstrong und Edwin Aldrin.
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