GEOlino.de - Die WM der Roboter Seite 2 von 2

"Teufelchen" und "Engelchen" im Kampf gegen zwei Roboter aus Taiwan (Foto von: Anne Koslowski)
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"Teufelchen" und "Engelchen" im Kampf gegen zwei Roboter aus Taiwan

Die Roboter müssen alles alleine können

Wie genau die Junioren der RoboCup-Weltmeisterschaft ihre Roboter anfertigen, bleibt ihnen überlassen. Die meisten Teams greifen auf gängige Bausätze wie zum Beispiel Mindstorm, Tetrix oder Fischer Technik zurück. "Es gibt einen gigantischen Dschungel an Möglichkeiten, einen Roboter zu bauen", sagt Kapitän Thomas. Doch egal wie die Robodribbler aussehen, Hauptsache sie sind autonom. Das bedeutet, dass sie sich vollkommen selbständig auf dem Spielfeld bewegen, den Ball erkennen und auf ihre Gegner reagieren können.

Diese Eigenständigkeit müssen die Jungs vom sgu-soccer Germany-Team ihren Balljägern erst beibringen. Dazu programmieren sie "Teufelchen" und "Engelchen". Jeder Roboter bekommt, je nach Aufgabe seine eigene Software: Das Programm "Torwart.cc" trichtert "Engelchen" ein, dass er das Tor hüten muss und "Teufelchen" versteht durch sein Programm "Stürmer.cc", dass er Tore schießen muss. Auch die Programme schreiben die Siebtklässler selbst. Wäre das Programm irgendwo im Internet herunter geladen, könnte das das Ausscheiden für die drei Schüler bedeuten.


Die Roboter werden in Position gebracht ... (Foto von: Anne Koslowski)
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Die Roboter werden in Position gebracht ...

Wer schummelt, fliegt raus

Denn die Kontrollen beim RoboCup sind streng. Haben die Veranstalter den Eindruck, es wurde geschummelt und ein Team hat sich mit einem fertig gekauften oder einem fremden Roboter angemeldet, werden die Verdächtigten zum "Interview" gebeten. Dort werden sie über die Einzelheiten ihres "Spielers" und dessen Programm befragt. Können sie nicht darauf antworten, werden sie disqualifiziert. Auch Markus, Thomas und Marius mussten Frage und Antwort stehen, doch sie konnten beweisen, dass sie "Engelchen" und "Teufelchen" ganz allein gebaut und programmiert haben.


... und das Spiel kann beginnen (Foto von: Anne Koslowski)
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... und das Spiel kann beginnen

Game over: 4. Platz für "Teufelchen" und "Engelchen"

"Yes, richtig ein echtes Tor", freut sich Markus am Spielrand. "Teufelchen" hat soeben einen Ball im gegnerischen Tor versenkt. Doch nur wenige Sekunden später schreit auch ein kleiner Junge aus dem Gegner-Team "Yes" - 6:10 für Taiwan. "Game over", ruft der Schiedsrichter. Das kleine Finale um den dritten Platz in der Soccer-Junior-Liga ist verloren. "Naja, wir haben schon schlechter gespielt", sagt Markus. Er und seine zwei Mitstreiter freuen sich auch riesig über einen vierten Platz in der Roboterweltmeisterschaft. Sie hatten nicht damit gerechnet, schon bei der ersten Teilnahme am RoboCup so weit zu kommen.



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