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Tierische Helfer: Artenschutzspürhunde
Ob Schildkröten, Papageien oder Elfenbein: Auch diesen Sommer werden in vielen Ferienorten wieder seltene Souvenirs angeboten und über die Grenzen geschmuggelt. Der WWF geht aktiv dagegen vor, indem er auf die feinen Nasen von Artenschutzspürhunden setzt. Mit ihnen starten wir den ersten Teil unserer Reihe "Tierische Helfer"
Tierische Herausforderungen
Das Spiel kann beginnen! Aufgeregt und schwanzwedelnd läuft Berry zu den Gepäckstücken. Heute ist er mit seiner Hundeführerin Sina Tillschneider wieder für den deutschen Zoll im Einsatz. Der fast achtjährige Labrador-Rüde hat beiges Fell und wache Augen. Sein Job ist es, am Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel Schmuggelware aufzuspüren. Nicht nur Gegenstände wie Korallenketten oder getrocknete Seepferdchen werden im Reisegepäck versteckt. Auch lebendige Tiere müssen lange in engen Koffern ausharren, bis sie schließlich an einen Privatzoo oder auf Reptilienmessen verkauft werden.
Doch die Schmuggler haben ihre Rechnung ohne den Detektiv auf vier Pfoten gemacht. In Sekundenschnelle kann Berry erkennen, in welchem Koffer ein seltenes Tier oder ein Gegenstand aus geschützten Tierarten versteckt ist. Dann beginnt er zu kratzen und zu bellen. Endlich können die geschmuggelten Tiere befreit werden.
Außergewöhnliche Ausbildung
Das wichtigste Werkzeug für ihren Job bringen die Hunde schon mit: ihre feine Nase. Trotzdem müssen sie eine intensive Ausbildung durchlaufen, um wirklich bereit für den Einsatz als Sonderbeamte vom Zoll zu sein. Die Rasse der Hunde ist dabei nicht so entscheidend. Wichtig ist, dass sie neben einem guten Geruchsinn Ausdauer, geringe Aggressivität und einen starken Spieltrieb mitbringen. Zurzeit sind etwa ein Labrador, ein Deutsch-Kurzhaar, ein Border Collie und ein Schäferhund im Einsatz.
Zu Beginn ihrer Ausbildung wird ihr Gehorsam trainiert. Danach lernen die Spürnasen die Gerüche seltener Tierarten kennen. Dies geschieht mit Hilfe von Federn, Eierschalen oder Baumwolltüchern, die in Käfigen geschützter Arten deren Geruch angenommen haben. Diese Gegenstände werden in Röhrchen mit kleinen Löchern gesteckt, die später in Holzkisten und Gepäckstücken versteckt werden. Dann kann die Trainingssuche beginnen. Damit ist die Ausbildung aber noch nicht abgeschlossen. Berry und seine Kollegen müssen ständig weiter trainiert werden - auch bei ihrer täglichen Arbeit. Findet Berry bei einem Einsatz zum Beispiel einmal keine Schmuggelware, braucht er trotzdem eine Belohnung. Das Erfolgserlebnis ist wichtig, damit er beim nächsten Mal wieder motiviert zur Arbeit kommt.
Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, warum Artenschutzspürhunde besonders effektiv zum Schutz bedrohter Tierarten beitragen.
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