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Weltveränderer: Mutter Teresa

Vor rund 15 Jahren starb die Heilige Mutter Teresa. Zu Lebzeiten setzte sie sich besonders für arme und kranke Menschen ein. Wie diese Frau aufgewachsen ist und was sie angetrieben hat, die Welt zu verbessern, erzählen wir euch


 
Die "Mutter der Armen" verstarb am 5. September 1997 im Alter von 87 Jahren (Foto von: Tim Graham/Corbis)
© Tim Graham/Corbis
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Die "Mutter der Armen" verstarb am 5. September 1997 im Alter von 87 Jahren

Teresia (Agnes) Gonxhe Bojaxhiu

Lebensdaten: 26. August 1910 bis 5. September 1997
Nationalität: albanisch
Zitat: "Wir können keine großen Dinge vollbringen - nur kleine, aber die mit großer Liebe."


Mutter Teresa hat zu Lebzeiten vielen kranken und armen Menschen geholfen und sich damit den Titel eines Weltveränderers verdient.


Wie Mutter Teresa lebte

Teresia Gonxhe Bojaxhiu wurde am 26. August 1910 in der heutigen Hauptstadt Mazedoniens, Skopje geboren. Da ihre Familie streng katholisch war, ging Gonxhe auf katholische Mädchenschulen. Nachdem ihr Vater 1918 überraschend verstarb, entschied das junge Mädchen, sich noch mehr mit ihrem Gottesglauben zu beschäftigen. Im Alter von achtzehn Jahren trat Gonxhe deshalb den Loretoschwestern bei. Das sind Schulschwestern, die sich an katholischen Schulen um die Ausbildung und Erziehung von Jugendlichen kümmern. Im Zuge dieser Arbeit als sogenannte Novizin, also Lehrerin, engagierte sie sich in Irland und südasiatischen Ländern.

Sie begann Tagebuch zu schreiben. Dort führte sie ein besonderes Erlebnis am 10. September 1946 auf: Auf einer Fahrt durch Indien verspürte sie den Drang, armen Menschen zu helfen. Dazu musste sie das Noviziat, also ihre Ausbildungsstätte, aber verlassen. Sie blieb dennoch Ordensfrau, diente also Gott und den Menschen. Seit diesem Tag lebte und arbeitete Gonxhe in Kalkutta in den Westbengalen. 1947 nahm sie auch die indische Staatsbürgerschaft an.


Wie Mutter Teresa die Welt veränderte

Ihre wichtigsten Taten begann sie 1950: Damals gründete sie die Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe. Eine Gemeinschaft, die noch heute Sterbende, Waisenkinder, Obdachlose und Kranke versorgt und betreut. Für dieses Engagement erhielt sie viele Preise: 1978 beispielsweise den Balzan-Preis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit und 1979 den Friedensnobelpreis, der als wichtigster Preis für Friedenskämpfer und sogenannte "Gutmenschen" gilt.

Doch nicht alle waren so begeistert von der Gläubigen. Kritik kam vor allem auf, weil Mutter Teresa streng gegen die Scheidung von Eheleuten war. Als das erlaubt werden sollte, bat sie die Bürger dagegen zu protestieren. Außerdem hat sie allen Patienten im Sterbehaus Schmerzmittel verweigert. Sie soll gesagt haben, dass durch das Leid, dass die Menschen spüren, eine besondere Nähe zu Jesus Christus eintrete. Bis heute hält sich auch der Verdacht, dass sie viele Patienten nicht ins Krankenhaus eingewiesen hat, obwohl es gesundheitlich unbedingt notwendig gewesen wäre. Ihr Glaube hat ihr das so vorgeschrieben.

Die gläubige Wohltäterin gilt beim Großteil der Menschen aber dennoch als gute Seele - als Mutter. Ihr Leben lang hat sich die "Mutter der Armen", wie sie liebevoll von den Menschen genannt wurde, um Hilfsbedürftige gekümmert. Am 5. September 1997 verstarb sie im Alter von 87 Jahren. Aufgrund ihrer besonderen Hilfe für die Welt war es dem Papst Johannes Paul II. nach ihrem Tod besonders wichtig, sie heilig zu sprechen. Dies geschah in feierlicher Atmosphäre am 19. Oktober 2003.

Am 5. September feiert die katholische Kirche seit jeher ihren Gedenktag.


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