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Aus dem Nähkästchen plaudern

Wer "aus dem Nähkästchen plaudert" verrät etwas Geheimes. Wir erklären euch, woher diese Redewendung kommt


Mia und Sophie treffen sich nach der Schule, denn Sophie hat große Neuigkeiten: "Ich habe euch doch erzählt, dass Paul Lena mag. Gestern hatte er sie ins Kino eingeladen und sie sind hinterher noch Eis essen gegangen. Heute in der Pause hat mir Lena genau erzählt, wie der Nachmittag verlief. Aber ich darf nichts verraten." Mia und Sophie sind ganz neugierig: "Ach, komm schon. Wir sagen nichts weiter. Plaudere schon aus dem Nähkästchen", drängt Mia.


 (Foto von: Ebby May/Photodisc/gettyimages)
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Wer "aus dem Nähkästchen plaudert" verrät etwas Geheimes. Nur Sophie hat erfahren, was Paul und Lena an ihrem ersten gemeinsamen Nachmittag gemacht haben. Doch das ist eigentlich streng geheim.

Die Redewendung geht darauf zurück, dass Frauen früher geheime Dinge häufig in ihrem Nähkästchen versteckt haben. Denn der galt als ein sicherer Versteck, an das kein anderer Zugriff hatte. Besonders gerne bewahrten Frauen früher Liebesbriefe in diesen Nähkasten auf. Wenn sie sich mit anderen Frauen zum Nähen trafen, holten sie die Briefe aus dem Nähkästchen hervor, zeigten sie und plauderten über den Inhalt.


Mia brennt darauf zu erfahren, was Sophie weiß. Schließlich erzählt sie ihnen, dass Paul Lena zum Abschied geküsst hat.





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