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Einen Zahn zulegen


 (Foto von: LWA-Paul Chmielowiec/CORBIS)
© LWA-Paul Chmielowiec/CORBIS
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Meike ist ungeduldig. Schon wieder trödelt ihre kleine Schwester im Badezimmer herum. Und das gerade jetzt, wo Meike doch gleich ins Kino will! Wütend klopft sie an die Tür und ruft: "Leg mal einen Zahn zu da drin!". Dann stutzt sie – was bedeutet das eigentlich?

Entstanden ist die Redewendung im Mittelalter, als in den Küchen noch über offenem Feuer gekocht wurde. Weil man dabei die Hitze nicht regulieren konnte, hingen über der Kochstelle sogenannte "Kräuel" - Metallstreifen mit vielen Zacken, an denen unten die Töpfe eingehängt wurden. In diese Zacken - auch Zähne genannt - konnte der Kessel höher, also weiter vom Feuer weg, oder tiefer eingehangen werden. Wollte man, dass das Essen schneller fertig wird, hing man den Kessel tiefer - legte "einen Zahn zu". Die Redewendungen "einen Zahn zulegen" oder auch "einen Zacken zulegen" werden bis heute oft benutzt, wenn etwas schnell gehen soll.




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