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Spielanleitung Hnefatafl - Das Lieblingsspiel der Wikinger

Spielanleitung: Hnefatafl - Das Lieblingsspiel der Wikinger
© Eva Pradel/GEOlino Extra
Wer eines der beliebtesten Wikingerspiele beherrschen möchte, braucht zunächst einmal Sprachtalent – um dessen Namen überhaupt auszusprechen: Hnefatafl. Über dem Brettspiel brüteten die Nordmänner und -frauen an langen Winterabenden und schoben die Steine hin und her. Wie ihr euch euer eigenes Hnefatafl bastelt und nach welchen Regeln gespielt wird, lest ihr hier 

Hnefatafl, so heißt es in den Sagas, schult strategisches Denken. Also los!

Ihr braucht:

  • Stoff, Filz oder Fensterleder
  • Zirkel
  • gut 1 m Band oder Schnur
  • Schere
  • Geodreieck
  • Filzstift
  • Bleistift
  • 12 kleine und 1 große Muschel
  • 24 Kieselsteine 

So wird’s gemacht: 

1. Zeichnet einen Kreis mit rund 32 cm Durchmesser auf den Stoff und schneidet ihn aus. 

Spielanleitung: Hnefatafl - Das Lieblingsspiel der Wikinger
© Eva Pradel/GEOlino Extra

2. Zeichnet das Spielfeld mit Bleistift und Geodreieck vor und anschließend mit dem Filzstift nach. Fangt mit einem Quadrat an, das etwa eine Kantenlänge von 22 cm hat. Dieses unterteilt ihr anschließend in elf mal elf gleich große Kästchen. Malt mit dem Filzstift die Kreuze (X) für die Fluchtburgen und den Thron aufs Spielfeld – wie ihr es im Bild seht.

Spielanleitung: Hnefatafl - Das Lieblingsspiel der Wikinger
© Eva Pradel/GEOlino Extra

3. Stecht mit der Schere in gleichmäßigen Abständen Löcher in den Rand des Stoffkreises. Das geht auch mit einem Locher oder einer Lochzange. Fädelt das Band durch die Löcher, sodass ihr den Stoff später zu einem Beutel zusammenziehen könnt. Setzt die Spielsteine in der Ausgangsstellung, die wir im Bild zeigen, auf das Feld. Jetzt kann’s losgehen! 

Spielanleitung: Hnefatafl - Das Lieblingsspiel der Wikinger
© Eva Pradel/GEOlino Extra

Spielidee:

Beim Hnefatafl spielt einer der Spieler mit 24 Kieselsteinen, den Angreifern, der andere mit zwölf Muscheln, den Verteidigern, sowie einem König, der großen Muschel. In der Mitte des Feldes befindet sich der Thron des Königs, auf dem kein anderer Spielstein liegen darf. Gleiches gilt für die Eckfelder, die Fluchtburgen. In sie muss sich der König retten, was die Angreifer verhindern wollen.

Spielzüge:

Die Angreifer beginnen. Der Spieler zieht einen seiner Steine waagerecht oder senkrecht über eine beliebige Anzahl von Spielfeldern, darf dabei allerdings keine Spielsteine überspringen.

Danach sind die Verteidiger an der Reihe. Beide Spieler versuchen so, sich gegenseitig „gefangen zu nehmen“ – und zwar, indem sie einen gegnerischen Spielstein von zwei gegenüberliegenden Seiten einschließen. Das gilt nur in waagerechter oder horizontaler Linie – nicht, wenn die Steine diagonal stehen. Zieht der Spieler selbst zwischen zwei gegnerische Steine, gilt das auch nicht als Gefangennahme. Ein gefangener Spielstein wird vom Feld genommen.

Steht ein Spielstein neben einem Eckfeld oder dem Thron, braucht ein Spieler bloß einen seiner Spielsteine auf die gegenüberliegende Seite zu ziehen, um den Stein des Gegners gefangen zu nehmen.

Wer gut taktiert, kann auch zwei oder drei Gegner auf einmal einschließen. Den König können die Angreifer allerdings nur dann gefangen nehmen, wenn sie ihn von allen vier Seiten umzingeln.

Spielziel:

Die Verteidiger gewinnen, wenn ihr König eines der Eckfelder, die Fluchtburgen, erreicht. Die Angreifer gewinnen, wenn sie den König gefangen nehmen.


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