Wikinger Wale - Was die Tiere den Wikingern alles gaben

Für die Wikinger waren Wale ganz besonders wichtige Tiere. Aus vielen Bestandteilen des Tieres entwickelten sie wertvolle Güter. Was die Wikinger alles mit Hilfe der Tiere herstellten, lest ihr hier
Wale - Was die Tiere den Wikingern alles gaben

Für die Wikinger hatten Wale eine ganz besondere Bedeutung: Sie sicherten ihnen das Überleben, denn aus vielen Bestandteilen der Meeressäuger entwickelten sie wertvolle Güter

Für einen Wal gaben die Wikinger alles – weil er ihnen so vieles gab! Von der Haut bis zu den Zähnen hatten die Nordmänner für fast alle Bestandteile Verwendung. Zu Beginn ihrer Geschichte mussten die Wikinger noch darauf hoffen, dass ein schwaches oder schon totes Tier an ihre Küsten gespült wurde. Später nahmen sie den Walfang selbst in die Hand.

Ab und an fuhren kräftige Männer aufs Meer hinaus, trieben die Meeressäuger in flaches Wasser und töteten sie dort mit ihren Waffen wie zum Beispiel Speeren. Anschließend zogen die Nordmänner die teils tonnenschweren Tiere an Land. Dort fing die Arbeit erst richtig an: Der Wal musste zerlegt, sein Fleisch haltbar gemacht werden – etwa, indem man es an der Luft trocknete.

Haut

Wale - Was die Tiere den Wikingern alles gaben

Walhaut ist sehr dünn, gleichzeitig aber auch extrem widerstandsfähig. Die Wikinger fertigen daraus etwa Seile. Indem sie die Walhaut fest eindrehten, erhielten sie ein robustes Schiffstau.

Fleisch

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Wer einen großen Wal fing, brauchte den Winter nicht zu fürchten. Denn ein einziges Tier brachte mehr Fleisch ein, als eine Siedlung in kurzer Zeit verspeisen konnte. Das Walfleisch – reich an Vitaminen und Energie – machten die Wikinger daher durch Trocknen oder Räuchern haltbar.

Knochen

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… waren aus dem Alltag der Wikinger nicht wegzudenken. Denn: Sie wurden zu Schaufeln, Schalen, Haarnadeln und Spielfiguren verarbeitet oder als Messergriff genutzt. Die langen Rippenknochen setzten die Nordmänner gar als Balken für den Hausbau ein. Und Frauen verwendeten sie – als Bügelbrett. Sie spannten ihre nasse Kleidung darüber, damit sie knitterfrei trocknete.

Barten/Fischbein

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Bartenwale wie der Grönlandwal sieben mit diesen Hornplatten am Oberkiefer Plankton aus dem Meerwasser. Aus dem biegsamen Material lassen sich Streifen schneiden und daraus etwa Körbe flechten.

Fett/Tran

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Auf die dicke Speckschicht der Wale hatten es die Wikinger besonders abgesehen. Indem sie den sogenannten Blubber auskochten, erhielten sie wertvollen Tran. Der sorgte als Brennstoff und Lampenöl für Wärme und Licht in den Hütten. Ein großer Wal lieferte mehrere Tausend Liter Tran.

Zähne

Wale - Was die Tiere den Wikingern alles gaben

Zahnwale wie der Grindwal besitzen, klar, Zähne. Auch diese wussten die Wikinger zu nutzen. Aus großen Walzähnen fertigten sie etwa den Griff für das Sax, ein Hieb- und Haumesser mit einer bis zu 75 Zentimeter langen Klinge. Kleinere Beißer zogen sich Frauen zur Kette auf und trugen sie als Schmuckstücke.

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