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Redewendung Bären aufbinden

Redewendung: Bären aufbinden
© Colourbox
Maren, 13 Jahre, möchte wissen, was es bedeutet, "jemandem einen Bären aufzubinden".

Paul hat den ganzen Tag draußen gespielt und soll sich vor dem Abendessen gründlich die Hände waschen. Tut er aber nicht. Als er sie seiner Mutter zeigt, sind überall Flecken zu sehen.

Bevor seine Mutter schimpfen kann, meint Paul: "Das sind blaue Flecken, die gehen mit Seife nun mal nicht weg!" Doch seine Mutter durchschaut ihn: "Du willst mir wohl einen Bären aufbinden, wie?"

Jemandem einen Bären aufbinden
© Paul Blow/Viking

Was die Redewendung bedeutet:

"Jemandem einen Bären aufbinden", heißt so viel wie: jemandem etwas offensichtlich Unwahres erzählen, in der Hoffnung, dass er oder sie es glaubt. Woher die Redewendung kommt, wissen wir nicht genau. Aber der Sinn ist klar: Ich kann niemandem einen Bären auf den Rücken binden, ohne dass er es merkt. Jede große Lüge fliegt irgendwann auf.

Übrigens: Deutsche Redewendungen, die etwas ganz Ähnliches meinen, lauten "Jemanden durch den Kakao ziehen" und "Jemanden über den Tisch ziehen" oder "Jemandem übers Ohr hauen".


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