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Hallo Himmel Ringförmige Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021

Ringförmige Sonnenfinsternis
© NASA
Werft am 10. Juni zur Mittagszeit ausgestattet mit einer speziellen Sonnenfinsternis-Schutzbrille einen Blick zum Himmel! Denn wir erleben eine sogenannte partielle Sonnenfinsternis, bei der unser Mond einen Teil der Sonne verdeckt.

Unsere neue GEOlino.de-Rubrik „Hallo Himmel“ entsteht in Zusammenarbeit mit dem Planetarium Hamburg. Hier erklärt euch die Astrophysikerin Dr. Mariana Wagner vom Sternentheater jeden Monat ein aktuelles Himmelsphänomen zum Beobachten, Staunen und Weitererzählen.

Was passiert bei einer Sonnenfinsternis? 

Eine Sonnenfinsternis ist im Grunde ein kosmisches Schattenspiel. Die Hauptrollen spielen Sonne und Mond – wir auf der Erde sind die Zuschauerinnen und Zuschauer. Doch was können wir da eigentlich beobachten? 

Der Mond schiebt sich von der Erde aus gesehen vor die Sonne. Je nachdem, wie viel von der Sonne verdeckt wird, sehen wir eine totale, eine ringförmige oder eben partielle Sonnenfinsternis. Wenn der Mond unsere Sonne ganz verdeckt, kann es sogar richtig dunkel werden. Dann wird es mitten am Tag kalt und etwa Vögel denken gar, es ist schon Schlafenszeit. Das ist diesen Juni aber nicht der Fall, sondern voraussichtlich erst wieder im September 2081. 

Warum kann der Mond die Sonne verdecken? 

Berechtigte Frage, schließlich ist die Sonne, mehrere hundertmal größer als der Mond. Dass dieser sie aber trotzdem überdecken kann, liegt an der riesigen Entfernung der Sonne. Unser kleiner Erdtrabant, wie der Mond als unser Begleiter auch genannt wird, ist uns hingegen vergleichsweise nah. Deswegen erscheint er uns auch entsprechend groß, wenn wir zum Himmel blicken. 

Dass der nahe Mond genau die richtige Größe hat, um die ferne Sonnenscheibe auch mal ganz zu verdecken, ist reiner Zufall. Allerdings müssen sie genau in einer Linie stehen. Da der Mond am 10. Juni auf seiner Umlaufbahn um die Erde vergleichsweise fern ist, kommt es nicht zu einer totalen, sondern zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis. Die Scheibe des Mondes erscheint uns zu klein, um die Sonne ganz zu verbergen.

Sonnenfinsternis 2017
© NASA

Die besten „Plätze“ mit guter Sicht

Aber Achtung: Den perfekten Blick auf die ringförmige Verfinsterung der Sonne hat diesen Juni nur, wer sich in den nördlichsten Regionen Kanadas, Grönlands, auf dem Arktischen Ozean oder im Nordosten Russlands befindet. Je weiter ihr davon entfernt seid, desto weniger bekommt ihr zu sehen – ganz ähnlich wie im Theater. Während ihr in Süddeutschland nur eine sechsprozentige Sonnenfinsternis beobachten könnt, sind in Hamburg immerhin 17 und in Kiel 19 Prozent verdeckt. 

In Hamburg beispielsweise beginnt die Sonnenfinsternis am 10. Juni gegen 11:30 Uhr. Es sieht dann fast so aus, als würde die Sonne von rechts oben zunehmend vom Mond „angeknabbert“. Die größte Verfinsterung erleben wir dann gegen halb eins. Also haltet Ausschau! Aber Achtung:

In der Nähe der US-amerikanischen Stadt Los Angeles beobachten Mitarbeitende und Besucherinnen und Besucher eines Standortes der US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft (NASA) die Sonnenfinsternis vom 21. August 2017. Ausgestattet sind sie – natürlich – mit Schutzbrillen.
In der Nähe der US-amerikanischen Stadt Los Angeles beobachten Mitarbeitende und Besucherinnen und Besucher eines Standortes der US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft (NASA) die Sonnenfinsternis vom 21. August 2017. Ausgestattet sind sie – natürlich – mit Schutzbrillen.
© NASA

Aufgepasst: nur mit spezieller Schutzbrille!

Ganz wichtig ist, dass ihr eine spezielle Sonnenfinsternisbrille tragt, wenn ihr das Schattenspiel betrachten möchtet. Diese filtert die gefährlichen Anteile des Sonnenlichts und ist gar nicht teuer – dafür aber umso wertvoller, um eure Augen zu schützen. Eine normale Sonnenbrille oder anderes Selbstgebasteltes reicht auf keinen Fall aus. Lasst außerdem lieber die Finger von Ferngläsern und ähnlichen Apparaten. Im schlimmsten Fall könnt ihr sogar erblinden.

Wie oft geschieht eine Sonnenfinsternis?

Dass eine Sonnenfinsternis in Deutschland vorkommt, ist sehr selten. Also nichts wie los: Stattet euch mit einer Schutzbrille aus und beobachtet das Schattenspiel – selbst wenn es diesmal vergleichsweise klein ausfällt. Auf die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland müssen wir nämlich wie erwähnt noch 60 Jahre warten – dann werdet ihr älter sein als eure Eltern heute. Aber dann wird es auch hierzulande für mehrere Minuten richtig finster.  


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