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Hallo Kosmos All-Tag auf der Internationalen Raumstation ISS

Internationale Raumstation ISS
© Shutterstock
Mit Matthias Maurer soll am 31. Oktober endlich wieder ein Astronaut aus Deutschland zur Internationalen Raumstation (ISS) starten. Er wird ein halbes Jahr im Kosmos verbringen. Wie sieht sein All-Tag dort aus?

Unsere GEOlino.de-Rubrik „Hallo Kosmos“ entsteht in Zusammenarbeit mit dem Planetarium Hamburg. Hier klärt die Astrophysikerin Dr. Mariana Wagner vom Sternentheater alle Fragen rund um Planeten, Monde, Sterne und Galaxien.

Wie waschen sich Menschen auf der ISS?

Früh am Morgen erst einmal eine erfrischende Dusche? Die sucht man an Bord der ISS vergebens. Die Astronautinnen und Astronauten waschen sich nur mit feuchten Tüchern. Denn wegen der Schwerelosigkeit im All würden die Wassertropfen aus einem Wasserhahn oder Duschkopf kreuz und quer durch das Bad schweben. So wird auch die dreckige Wäsche der Astronautinnen und Astronauten nicht wie bei uns in einer Waschmaschine gereinigt. Stattdessen wird sie gemeinsam mit dem Abfall schlicht aus der Raumstation geschmissen – und verglüht in der Erdatmosphäre. 

Wie frühstücken Menschen auf der ISS?

Für Astronautinnen und Astronauten heißt es zum Frühstück auf der der Raumstation: Anschnallen bitte! Sonst würden sie vom Tisch wegfliegen. Löffel oder Gabel fest in der Hand essen die Frauen und Männer Fertiggerichte. Sie trinken mit einem Strohhalm aus der Tüte, damit die Getränke nicht wie runde Flüssigkeitsbälle in der Luft hängen. Zwar könnten sie diese fliegenden Saft- oder Wasserbälle ausschlürfen, aber: Flüssigkeiten dürfen nicht durch die Raumstation fliegen. Schon der kleinste Tropfen könnte der vielen Elektronik auf der ISS schaden. 

Wie gehen Astronautinnen und Astronauten aufs Klo?

Wer im Kosmos mal muss, klemmt sich an der Toilette fest, um in der Schwerelosigkeit nicht wegzufliegen. Die Hinterlassenschaften werden abgesaugt. Und: Die Toilette kann den Urin sogar zu Trinkwasser aufbereiten! Das ist wichtig. Denn Wasser ist auf der Raumstation rar. 

Sportlich fit

In der Schwerelosigkeit werden Muskeln und Knochen schwächer. Denn sie brauchen die Schwerkraft der Erde, um stark zu bleiben. Daher müssen die Astronautinnen und Astronauten mindestens zwei Stunden Sport am Tag treiben. Zum Beispiel auf einem Laufband – und auch dort natürlich angeschnallt. 

Alles für die Wissenschaft

Etwas haben wir noch nicht erwähnt: Die Arbeit! Astronautinnen und Astronauten sind den ganzen Tag fleißig. Die meisten beschäftigen sich mit Forschung. Der Astronaut Alexander Gerst hat bei seinem ersten Aufenthalt auf der ISS etwa untersucht, wie sich Seifenblasen in der Schwerelosigkeit verhalten. 

Schlafenszeit

So verrückt der All-Tag dort oben auch sein mag: am Abend machen es sich die Astronautinnen und Astronauten auf der ISS gemütlich und lesen, telefonieren mit Freundinnen und Familie zu Hause und oder schauen sich ein Video vor dem Einschlafen an. Wer müde wird, zieht sich zurück. Weil die Sonne für die Menschen auf der ISS in anderem Rhythmus auf- und untergeht, sind die Schlafräume abgedunkelt. Um nicht im Schlaf durch die Luft zu schweben, schnallen sie sich in ihren Schlafsäcken fest. Was für ein Abenteuer! 

Neugierig auf mehr? In der GEOlino.de-Rubrik „Hallo Himmel“ beantwortet Dr. Mariana Wagner euch jeden Monat ein aktuelles Himmelsphänomen zum Beobachten, Staunen und Weitererzählen.


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