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Woher weiß man eigentlich...


...wie tief das Meer ist?

Am tiefsten Punkt der Weltmeere, dem Challenger-Tief im

Marianengraben im Westpazifik, senkt sich der Grund rund elf Kilometer ab - so weit, dass man ihn mit gewöhnlichen U-Booten gar nicht erreichen kann. Trotzdem kennen Forscher dessen Tiefe genau: Sie schicken Vermessungsschiffe durch die Meere, ausgestattet mit hochempfindlichen Echoloten. Diese Geräte senden Schallwellen aus, die vom Meeresgrund zurückgeworfen werden wie ein Echo in den Bergen. Unterwassermikrofone fangen die Echos auf. Dabei wird gemessen, wie lange der Schall zum Meeresgrund und zurück braucht. Weil Forscher wissen, wie schnell sich der Schall im Meerwasser ausbreitet - nämlich mit rund 1500 Meter pro Sekunde -, können sie genau berechnen, wie tief die gemessenen Punkte liegen. Ganze Gebiete werden mithilfe von Echoloten "abgetastet", sodass Wissenschaftler detaillierte Karten für den Meeresgrund erstellen können - mit allen Höhen und Tiefen.

Die scheinbar unendliche Tiefe der Meere lässt sich genau bestimmen - mit Hilfe von Schall
Die scheinbar unendliche Tiefe der Meere lässt sich genau bestimmen - mit Hilfe von Schall
© Norbert Wu/Science Faction/Corbis

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