GEOlino.de - Zurück zum Ursprung der Welt Seite 3 von 5

Dieser künstlich geschaffene Tornando ist ungefährlich (Foto von: Universum Science Center Bremen)
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Dieser künstlich geschaffene Tornando ist ungefährlich

Reise zum Mittelpunkt der Erde

Wie neugeboren begebe ich mich aus den Tiefen des menschlichen Innern nun in die Tiefen der Mutter Erde. In Jules Vernes Roman "Reise zum Mittelpunkt der Erde" muss Professor Lidenbrock so einiges auf sich nehmen, um zum Mittelpunkt der Erde zu gelangen. Er muss Geheimschriften entschlüsseln, unterirdische Meere überqueren und Wege frei sprengen. All das bleibt mir im Science Center Bremen, Abteilung "Erde", zum Glück erspart. Durch einen blau beleuchteten Gang und eine Treppe gelange ich direkt zum Erdkern. Ich befinde mich 6370 Kilometer unter der Erdoberfläche und stehe vor einem Becken brodelndem Magma - zumindest theoretisch. Praktisch wird es mir hier zu warm und ich begebe mich zurück an die Erdoberfläche. Stufe für Stufe bahnen ich mir den Weg nach oben und lasse den äußeren Erdkern, den unteren und den oberen Mantel hinter mir.


Live mit erleben, wie eine Wolke entsteht (Foto von: Universum Science Center Bremen)
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Live mit erleben, wie eine Wolke entsteht

Dampfender Hexenkessel

Auf der Erdkruste angelangt, kann ich wieder aufatmen. Eine Abkühlung kommt mir gerade recht; also ab in die Eiskammer. Hier weht ein arktisches Lüftchen und warme Kinderhände haben sich auf der Eistafel verewigt. Doch die klirrende Kälte vertreibt mich und so will ich lieber sehen, was sich hinter dem rätselhaft dampfenden Hexenkessel verbirgt. Schnell habe ich begriffen, dass ich es hier mit Wissenschaft und nicht mit schwarzer Magie zu tun habe: Der weiße Qualm, der über die Ränder des Kessels zu Boden sinkt, ist eine Wolke. Diese Wolke aus feinem Nebel entsteht, weil feuchte Luft abkühlt. Das nennt man Kondensation. Wie in dem Becken im Science Center kann man manchmal in freier Natur beobachten, wie diese Ansammlung von Wassertröpfchen über den Bergrücken nach unten schwappt.



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