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Der Weg steht in den Sternen
Schon seit Jahrtausenden fahren die Menschen zur See. Heute vertrauen sie auf technische Instrumente, die sie ans Ziel führen. Doch woran orientierten sie sich, als es diese noch nicht gab? Wir verraten es euch
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Die Anfänge der Hochseeschifffahrt reichen bis ins Jahr 7.000 vor Christus zurück. Bekannte Seemächte wie die Ägypter, Phönizier und Sumerer brachen zu neuen Ufern auf, um mit anderen Völkern Handel zu betreiben, unbekannte Gebiete zu entdecken und zu erobern. Funkgeräte, Radar und Satellitennavigation kannte man zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht. Wie viele Kontinente und Weltmeere es gab oder wie groß die Erde überhaupt war, wussten die Menschen damals nicht. Sie konnten sich nur auf das verlassen, was sie sahen. Fixe Punkte an Land um am Himmel halfen ihnen, sich zu orientieren und den richtigen Weg zu finden. Wie sie das genau machten, erzählen wir euch in einer kurzen Geschichte der Navigation:
Was genau bedeutet eigentlich Navigation?
Unsere Wörter "Navigation" und "navigieren" leiten sich aus dem Lateinischen (navigare) ab und bezeichnen das Steuern von Schiffen. Wer ein Schiff richtig und sicher führen möchte, muss drei Punkte beachten: Zunächst sollte der Kapitän immer wissen, an welchem Ort er sich gerade befindet. Das ist wichtig, um anschließend den kürzesten Weg zum Zielort zu berechnen. Ist diese Route ausgearbeitet, muss darauf geachtet werden, das Schiff auf Kurs zu halten.
Der Beginn der Seefahrt
Besonders am Anfang der Seefahrt, als es noch keine Landkarten und andere Hilfsmittel gab, war es für den Steuermann schwierig, den richtigen Weg zu bestimmen. Die Gefahr, auf hoher See die Orientierung zu verlieren, durch starke Winde oder Unwetter zu weit aufs Meer getrieben zu werden und anschließend den Weg in die Heimat nicht wiederzufinden, war groß. Ein solches Risiko wollten die Seefahrer nicht eingehen, also blieben sie immer in Sichtweite der Küste und nutzen auffällige Punkte an Land, um zu bestimmen, wo sie sich gerade befanden. Dieses Verfahren wird als terrestrische, also landgestützte, Navigation bezeichnet. Ob Leuchttürme, bekannte Bauten oder markante Punkte in der Natur wie besonders geschwungene Küstenlinien und Gebirge - meist orientierten sich die Seefahrer an Dingen mit hohem Wiedererkennungswert.
Erste Aufzeichnungen
Um späteren Generationen das Navigieren zu erleichtern, begann man etwa ab dem 3. Jahrtausend vor Christus damit, sogenannte Seehandbücher anzulegen. Alles, was während der Reise geschah, wurde darin aufgeschrieben: Wo gibt es gefährliche Strömungen? Auf welcher Strecke ist mit schweren Unwettern zu rechnen? Muss auf Untiefen oder Hindernisse wie Felsvorsprünge geachtet werden? Wer dieselben Strecken wie seine Vorfahren zurücklegte, griff auf diese Aufzeichnungen zurück und war gegen einige Gefahren auf See gewappnet - bei der genauen Bestimmung des Kurses halfen die Handbücher aber nicht weiter.
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