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Schleichende Gefahr: Zecken
Sie sind nicht nur faszinierende, sondern auch gefährliche Lebewesen: Zecken können tödliche Krankheiten übertragen. Aber wer gut informiert ist, kann das Risiko gering halten
Die Gefahr lauert im Gras: Millimetergroße Lebewesen entern beim Spielen oder während des Picknicks unseren Körper. Sie wollen unser Blut. Bleiben sie unbemerkt, ritzen sie mit ihren sägeartigen Kieferwerkzeugen einen Spalt in die Haut, betäuben die Wunde mit giftigem Speichel und senken den Saugrüssel bis zum Anschlag hinein. Zecken-Weibchen können bis auf das 200-fache ihres ursprünglichen Gewichts anwachsen.
Es gibt viele verschiedene Arten
Weltweit sind rund 850 unterschiedliche Zeckenarten bekannt. Viele Arten befallen nur Tiere und sind für Menschen ungefährlich. Aber dem Gemeinen Holzbock, Ixodes ricinus, der in Deutschland vorkommt, schmeckt auch Menschenblut. Im Gegensatz zu manchen farbenfrohen tropischen Zecken ist er unscheinbar, denn für sein Überleben ist entscheidend, dass er seine Opfer ungestört befallen kann.
Lästig, aber genügsam
Drei Mahlzeiten reichen der Zecke für ein ganzes Leben. Die nur einen halben Millimeter große Holzbock-Larve befällt zunächst ein kleines Säugetier. Mit dieser Blut-Mahlzeit kann sie heranwachsen - sie häutet sich und wird zur Nymphe. Nun sucht sie ein größeres Opfer, mit dessen Blut sie endlich zum erwachsenen Tier auswachsen kann.
Das Beste zum Schluss
Eine letzte große Mahlzeit nehmen die Weibchen zu sich, um ihre 2000 bis 3000 Eier produzieren zu können. Nach der Eiablage stirbt das Weibchen. Für die Männchen ist es ganz ähnlich: Nach der Paarung sterben auch sie. Das Opfer befallen sie nur um auf ein Weibchen zu treffen. Ob sie dabei auch Blut saugen, ist nicht bekannt. Der Lebenszyklus einer Zecke dauert drei bis fünf Jahre.
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